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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Heilpflanzen-Anwendungen für die Harnwege


>>> zum Disclaimer bzgl. Heilpflanzen-Angaben <<<


Blasenentzündung

Reizblase

Nieren- und Blasensteine

Prostatavergrösserung


Die Nieren produzieren den Urin (auch «Harn» genannt), der u.a. aus Wasser, Harnstoff, Harnsäure (aus der Leber), Salzen, Aminosäuren, etc. besteht. Dabei sind sie so etwas wie eine «Kläranlage», bei der giftige Substanzen und Abfallprodukte des Körpers aus dem Blut herausgefiltert und anschliessend mit dem Urin entsorgt werden.


©bilderzwerg – stock.adobe.com
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Die Nieren regulieren ausserdem den Wasser- und Elektrolythaushalt, und zwar indem Wasser dem Urin entweder vermindert oder verstärkt zugeführt wird. Der von der Niere produzierte Urin gelangt über die Harnleiter in die Blase, wo er zwischengespeichert wird. Die Blase kann sich dabei beim Füllen wie ein Ballon ausdehnen. Nerven welche diese Dehnung registrieren, lösen bei voller Blase via Grosshirn den Harndrang aus. Bei Urinieren fliesst der Urin dann über die Harnröhre ab. Bei Männern ist die Harnröhre ca. 20cm, bei Frauen 3 bis 5cm lang.


Echte Goldrute als Sinnbild für Heilpflanzenanwendungen für die Harnwege
Echte Goldrute

Blasenentzündung


Gelangen Bakterien oder Viren über die Harnröhre in die Blase, können diese dort eine Blasenentzündung hervorrufen. Dies betrifft vor allem Frauen und zwar wegen der im Vergleich zu den Männern kurzen Harnröhre. Eine Blasenentzündung kann durch Symptome wie einen häufigen Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen und teilweise sogar Fieber, sehr unangenehm sein. Blasenentzündungen heilen in der Regel ohne Komplikationen ab, resp. Antibiotika sind auch nicht in jedem Fall notwendig. Insbesondere bei Männern ist jedoch bei einer Blasenentzündung das Komplikationsrisiko erhöht. So kann eine nicht behandelte schwere Blasenentzündung selten hoch zur Niere aufsteigen und dort zu einer Nierenentzündung führen, was sich u.a. an Symptomen wie Übelkeit, Fieber und Schmerzen in der Nierengegend äussert. In diesem Fall ist so rasch wie möglich ein Arzt aufzusuchen!


Zur Selbstbehandlung stehen nebst viel Trinken (2 bis 3 Liter pro Tag) zahlreiche Heilpflanzen zur Verfügung. Zur Therapie wird entweder mehrmals am Tag (zwischen den Mahlzeiten) ein Teeauszug davon getrunken oder es werden im Handel erhältliche Fertigpräparate verwendet. Bei den ebenfalls im Handeln erhältlichen Tees handelt es sich meist um Teemischungen aus verschiedenen Heilpflanzen. Zunutze macht man sich bei den entsprechenden Arten sowohl harntreibende («durchspülende»), als auch entzündungshemmende und teils sogar antibakterielle ("desinfiszierende") Eigenschaften.


Pflanzenarten, die mit vermutlichen "desinfiszierenden Wirkungen" bei Blasenentzündung eingesetzt werden können, sind:

  • Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea)

  • Bärentraube (Arctostphylos uva-ursi)

  • Meerrettich (Armoracia rusticana)

  • Kranbeere / Cranberry / Grossblütige Moosbeere (Vaccinium macrocarpon)


Weitere Pflanzenarten mit vowiegend harntreibender Wirkung, die bei Blasenentzündungen im Sinne einer Durchspülungstherapie eingesetzt werden können, sind:

Volksheilkunde: In der Volksheilkunde werden zur Behandlung von Blasenentzündungen auch weitere Arten aus der Familie der Kreuzblütler genutzt, wie z.B. Knoblauchsrauke, Brunnenkresse, Kapuzinerkresse, usw. Volksheilkundlich als harntreibend gelten auch Gänseblümchen, Pastinak, Echter Ehrenpreis, Acker-Kratzdistel, Giersch,…


Reizblase


Wenn Symptome einer Blasenentzündung auftreten, aber kein Infekt vorliegt, dann spricht man von einer Reizblase. Diese wird oft ausgelöst durch eine Verkrampfung der Blasenmuskulatur (durch eine nervliche Funktionsstörung der Blase) oder kann auch durch häufig auftretende Blasenentzündungen entstehen. Hier kommen Pflanzenarten mit entzüdungshemmenden, bzw. krampflösenden Eigenschaften zum Einsatz:



Nieren- und Blasensteine


Durch Ablagerung von Oxalsäure und/oder anderen Salzen aus dem Urin können sich in der Niere sogenannte «Nierensteine» bilden. Bewegen diese von der Niere in Richtung Blase, treten Schmerzen im Lendenbereich auf, die auch mit weiteren Symptomen wie Schüttelfrost, Harndrang oder Erbrechen begleitet werden können. In einem solchen Fall sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Betroffen sind v.a. ältere Männer. Während grössere Nierensteine operativ entfernt werden müssen, können bis maximal erbsengrosse Exemplare auch ausgeschwemmt werden. Auch in der Blase können sich sogenannte Blasensteine bilden. Bei kleineren Nieren- oder Blasensteinen eignen sich (in ärztlicher Absprache) zur Therapie im Rahmen einer Durchspülungstherapie auch harntreibende Heilpflanzen (Diese wirken übrigens auch vorbeugend!):


Prostatavergrösserung


Diese Erkrankung, welche durch hormonelle Einflüsse hervorgerufen wird, betrifft v.a. Männer ab einem Alter von ca. 50 Jahren. Eine Prostatavergrösserung äussert sich u.a. durch einen stärkeren Harndrang und Probleme beim Wasserlassen (schwacher Harnstrahl, resp. Blase lässt sich nicht vollständig entleeren). Mit pflanzlichen Anwendungen kann zwar nicht die Ursache (vergrösserte Prostata) behandelt werden, jedoch können die Symptome gelindert werden. Je nach Schweregrad wird eine Prostatavergrösserung in 4 Stufen eingeteilt. Pflanzliche Anwendungen eignen sich dabei nur für das Stadium I und II (Stadium III wird erreicht, sobald keine Blasenkontrolle mehr möglich ist).


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