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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Heilpflanzen-Anwendungen für das Herz-Kreislaufsystem


>>> zum Disclaimer bzgl. Heilpflanzen-Angaben <<<


Mit dem Herz-Kreislaufsystem wird nicht nur der in der Lunge ausgenommene Sauerstoff zu den Zellen hin transportiert, sondern der Blutfluss gewährt dabei auch den Transport von diversen Stoffen zwischen verschiedenen Körperbereichen, resp. spielt eine wichtige Rolle im Wasser-, Salz- und Wärmehaushalt. Das Herz wirkt dabei als eine Art Pumpe. Die rechte Herzhälfte leitet das sauerstoffarme Blut in die Lunge und die linke Herzhälfte pumpt das mittlerweile sauerstoffreiche Blut von dort in alle möglichen Körperbereiche. Für die entsprechende Pumpwirkung sorgt das Muskelgewebe im Herz durch rhythmisches Kontrahieren und Erschlaffen. Gesteuert wird dieser Herzrhythmus durch elektrische Spannungen in den Muskelzellen. Vom Herzen aus gelangt das Blut über die grossen Gefässe (Arterien) zu den zahlreichen kleinen Kapillaren, wo dann der Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe stattfindet. Von dort aus gelangt das Blut dann über kleine Kapillaren zu den grösseren Gefässen (Venen) wieder zurück zum Herzen.


!! Herz-Kreislauferkrankungen sind potentiell lebensbedrohlich und müssen unbedingt ärztlich abgeklärt werden, resp. bei der Therapie auch medizinisch begleitet werden. Auf eine Selbstmedikation ist dabei zu verzichten !! 


Was man allerdings selbst in die Hand nahmen kann, ist Vorbeugung. Die Gefahr von Herz-Kreislaufbeschwerden wird vor allem verringert durch regelmässige sportliche Betätigung, die Vermeidung von Stress, gesunde Ernährung und den Verzicht auf das Rauchen oder dem übermässigen Alkoholkonsum.


Herzinsuffizienz

Arteriosklerose

Bluthochdruck

Venenerkrankungen


Echte Goldrute als Sinnbild für Heilpflanzenanwendungen für Herz-/Kreislauf
Weissdorn

Herzinsuffizienz 


Dabei handelt es sich um eine Herzmuskelschwäche. Diese kann ganz unterschiedliche Ursachen haben: Von einem angeborenem Herzfehler, über Infektionen bis zu einem ungesunden Lebensstiel, usw. In Folge dieser Schwäche ist die Sauerstoffversorgung im Körper gestört und das macht sich u.a. durch Atemnot und Herzrasen bemerkbar. Eine Herzinsuffizienz im Stadium I zeigt jedoch häufig noch keine Beschwerden (kann nur durch einen Arzt diagnostiziert werden), während im Stadium II Symptome auch nur bei körperlicher Belastung auftreten. Ab Stadium III kommen die Symptome dann bereits bei leichter, resp. bei Stadium IV auch ohne körperliche Belastung.


Arteriosklerose


Bei einer Arteriosklerose (auch Arterienverkalkung genannt) verengen sich die Arterien über eine längere Zeit durch Fett- und Kalkablagerungen. Es beginnt durch kleine Verletzungen an der Arterienwand, was die Bildung Schaumzellen anregt (die mit Fett, v.a. Cholesterin, gefüllt sind). Das Ganze führt anschliessend zu einer Schwellung, bei der auch Ablagerungen von Calcium, Zellfragmente und Zellen der glatten Muskulatur um die Arterien herum, beteiligt sind. Durch die Schwellung wird das Gewebe um die betreffenden Stellen nicht mehr optimal mit Blut versorgt, was zu diversen Folgeschäden wie Schmerzen, Krämpfen, Angina pectoris, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann. Da immer wieder kleine Verletzungen an der Arterienwand entstehen, gehören solche Verengungen zum normaler Alterungsprozess dazu. Durch Bluthochdruck, Rauchen, hohe Cholesterinwerte im Blut (durch einen hohen Verzehr gesättigter Fettsäuren), etc. wird der Prozess jedoch beschleunigt.

  • Knoblauch (Allium sativum)


Bluthochdruck


Bei Bluthochdruck liegt bei der Kontraktion des Herzmuskels der Blutdruck über 140 mmHg, resp. beim Erschlaffen über 95 mmHG vor. Dabei treten zwar meist keine Symptome auf, doch das Ganze führt zur Verengung an den Blutgefässen und kann so zu einem Herzinfarkt resp. Schlaganfall führen. Bluthochdruck kann verschiedene Ursachen haben, meist ist diese aber unbekannt. Faktoren wie genetische Disposition oder auch Stress, hoher Salzkonsum, Übergewicht, Bewegungsmangel oder hoher Alkoholkonsum begünstigen Bluthochdruck.

  • Knoblauch (Allium sativum)


Venenerkrankungen


Ein zu hoher Druck in den Beinvenen führt zu einem Schweregefühl und Krämpfen in den Beinen. Auch eine Schwellung der Beine, Ödeme und teils auch Venenerweiterungen (Krampfadern) sind in diesem Fall zu beobachten. Ursache für den erhöhen Druck sind geschwächte Venenklappen. Venenklappen sorgen in den Venen dafür, dass das Blut in Richtung Herz und nicht zurück in die Extremitäten fliesst. Bei langem Stehen oder Sitzen wird die Problematik zusätzlich verstärkt. Unter anderem Bewegungsmangel, Übergewicht und Rauchen gehen mit einem erhöhten Risiko für Venenerkrankungen einher. Akute Symptome können durch Bewegung und das Hochlagern der Beine reduziert werden (aktiviert den Venenrückfluss).


Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) < in der Pflanzenbeschreibung der Edel-Kastanie unter ""mögliche Verwechslungen < nur Präparate aus dem Handel verwenden

Steinklee, Gelber- (Melilotus officinalis) / Hoher- (Melilotus altissima)


Weitere Pflanzenarten: Unterstützend verwendet wird auch das Kraut vom Buchweizen (Fagopyrum esculentum) während der Blütezeit, wo als Wirkstoff das Flavonoid Rutin dient und die Anwendung in Form von Fertigarzneimittel oder Tees erfolgt. Ebenfalls genutzt wird auch das Rhizom vom Stechenden Mäusedorn (Ruscus aculeatus), einem Halbstrauch, der u.a. im Mittelmeeraum vorkommt. Die Anwendung erfolgt mit Trockenextrakten mit einer Tagesdosis von 7-11mg Ruscogenine (die entsprechenden Wirkstoffe). Weiter genutzt werden kann die Rinde der See-Kiefer (Pinus pinaster), die an der südlichen Atlantikküste und im westlichen Mittelmeerraum verbreitet ist. Wirkstoffe der See-Kiefer sind Procyanidide und Flavonoide. Verwendet werden Trockenextrakte. Weiter bekannt sind die Weinrebenblätter, d.h. die Blätter der Edlen Weinrebe (Vitis vinfifera var. vinifera). Dessen Wirkung liegt vor allen in den enthaltenen Flavonoiden (v.a. Insoquercitrin). Verwendet werden Trockenextrakte mit einem Flavonoid-Gehalt von 3-7%.


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