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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Pastinak (Pastinaca sativa) - Wildform
Illustration des Pastinak (Pastinaca sativa) für die Bestimmung der Art. Graphisch sehr übersichtlich sind Bestimmungsmerkmalen darübergezeichnet. Das Bild ist gut für die Bestimmung der Art geeignet. Begriffe sind u.a. wie Blätter 1-fach gefiedert, Fiedern selbst tief eingeschnitten, gelbe Blüten in Doppeldolde, Stängel rau behaart

Familie: Doldenblütler (Apiaceae), Gattung: Pastinak (Pastinaca)

"Ein altes aromatisches Kulturgemüse. Die Art hat eine Wildform, die man bei uns in Mitteleuropa teils an ruderalen Standorten antrifft."

 

Bestimmungsmerkmale

Fotos

Verwendung

Beschreibung

mögliche Verwechslungen

Bestimmungsmerkmale

Lebenszyklus: bildet im 1. Jahr und früh im 2. Jahr erst eine Grundrosette. Im Spätfrühling dann erscheint der aufrechte Stängel (mit wechselständigen Blättern) und endständigen Blütenständen.


Blätter:1-fach gefiedert, 7-15-zählig; Fiedern eiförmig bis eilanzettlich, 3 bis 8 cm lang, unregelmässig grob gezähnt und jeweils mit 1-3 tiefen Einschnitten; Endfieder tief 3-teilig eingeschnitten; behaart; OS glänzend; deutlicher Möhrengeruch


Stängel: 0.3 bis 1 m hoch (teils auch bis 2.5 m); rau behaart


Blüten: Einzelblüten in endständigen Doppeldolden angeordnet; Doppeldolden jeweils mit 5 bis 20 Döldchen; 0 bis 2 Hüllblätter / Hüllblättchen; Kronblätter grünlich-gelb; blüht Juli / August


Früchte: oval, ca. 5 bis 7mm lang; flach; randliche Rippen geflügelt


Zeigerwerte: hell, frisch (Feuchtigkeit mässig wechselnd), mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich, neutral bis basisch


typische Standorte:  Ruderalflächen, ruderale Wegränder, trockene Wiesen

Fotos

Verwendung

wichtige Inhaltsstoffe (u.a.): Ätherische Öle, Spuren von Furocumarine, in den Wurzeln Inulin


kulinarische Verwendung: zu den Grundrezepten




Beschreibung

Der Pastinak hat ein weites Verbreitungsgebiet, welches sich von fast ganz Europa, über den Kaukasus bis in den Nahem Osten erstreckt. Es handelt sich dabei um eine Steppen- und Ruderalpflanze. In Mitteleuropa wächst die Art vor allem auf trockenen Ruderalflächen, ruderalen Wegrändern, bzw. trockenen Krautsäumen und Trockenwiesen. Die Art ist zweijährig. Wie für 2-jährige Doldenblütler typisch, lohnt es sich, die Pfahlwurzel vom Herbst des 1. Jahres bis zum Zeitpunkt der Stängelbildung im Spätfrühling des 2. Jahres zu ernten (danach verholzt sie). Dadurch war die Art früher eine beliebte Nahrungspflanze.


Die Nutzung vom Pastinak als Gemüse ist bereits in der Antike schriftlich dokumentiert. Ab dem Mittelalter begann man dann mit der Züchtung und es entstanden mit der Zeit Kulturformen, mit grösseren Wurzeln, bzw. milderem und süsserem Geschmack. Über eine lange Zeit war der Pastinak das Standart-Wurzelgemüse. So ist die Art anspruchslos, nur gering krankheitsanfällig, resistent gegen Trockenheit und frosthart. Weiter sind die geernteten Wurzeln nicht nur kalorienreich, sondern auch gut lagerbar. Seit der Einführung des Kartoffelanbaus im 18. Jahrhundert ist seine Bedeutung stark zurückgegangen, denn Letztere wachsen deutlich schneller. Auch die in dieser Zeit zunehmend beliebter werdende Karotte machte dem Pastinak Konkurrenz.


Es gibt drei Unterarten (Gewöhnlicher- subsp. sativa, Wald- subsp. sylvestris und Brennender- subsp. urens):


  • subsp. sativa: Fiedern schmal und spitz und am Grund oft keilförmig, Pflanze nur leicht behaart bis kahl, Stängel scharfkantig gefurcht


  • subsp. sylvestris: Fiedern breit und stumpf, Grund oft etwas herzförmig, Stängel kantig gefurcht


  • subsp. urens: Fiedern breit und stumpf, Grund oft etwas herzförmig, Stängel rund bis schwach gefurcht, nur 5-7 Döldchen pro Dolde


Am häufigsten tritt der Gewöhnliche Pastinak auf. Aus diesem ging auch die als Gemüse angebaute Kulturform «Pastinaca sativa subsp. sativa var. sativa» hervor.

 

mögliche Verwechslungen

mit der Grossen Bibernelle (mehr dazu hier)


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Bestimmungsmerkmale
Fotos
Verwendung Kulinarik und Phytotherapie
Beschreibung
mögliche Verwechlungen

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