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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Pflanzenstandorte - Lebensräume


Nährstoffarme Wiese (Magerwiese)

Nährstoffreiche Wiese (Fettwiese)

Feuchtwiese

Acker / Ackerrrand

Ruderalfläche

Hochstaudenflur

Lägerflur

Waldrand

Wald

Ufer / Auenwald



Nährstoffarme Wiese (Magerwiese)


Man spricht dabei auch von «Magerwiese». Ist dabei der Boden kalkreich und besonders trocken (was in Kalkgebieten oft der Fall ist), spricht man von Kalktrockenrasen, bzw. auf trocken-saurem Boden vom Sandtrockenrasen. Auf Magerwiesen findet man meist eine sehr grosse Artenvielfalt. Die Wiesen werden kaum oder nicht gedüngt und in der Regel nur einmal im Jahr gemäht. Typische essbare Wildpflanzen dieser Standorte ist z.B. der Wiesen-Salbei (kann in tiefen Lagen auch auf Fettwiesen vorkommen!), Kleiner Wiesenknopf, Echtes Labkraut, Klatsch-Nelke, Wilde Möhre, Mittlerer Wegerich, Frühlings-Schlüsselblume, Gewöhnlicher Wundklee, etc. Generell sind am Aufbau von Magerwiesen viele Arten aus der Familie der Leguminosen (Fabaceen), vertreten. Diese können mit der Hilfe von Knöllchenbakterien, den Stickstoff aus der Luft binden und ihn so für sich als Nährstoff nutzbar machen. Man findet auf Magerwiesen auch Orchideen-Arten.


Magerwiese (nährstoffarme Wiese):  Blumenwiese auf einem Hügel mit bunten Wildblumen. Grüner Hintergrund mit Bäumen unter bewölktem Himmel. Friedliche Sommeratmosphäre.
Kalktrockenrasen (Meloe - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=60118715)

Nährstoffreiche Wiese (Fettwiese)


Man spricht auch von Fettwiesen. Diese werden intensiv gedüngt, um einen möglich hohen Ertrag an Pflanzenfutter zu kriegen, sowie mehrmals pro Jahr geschnitten. Meist ist der Bewuchs sehr dicht und gleichförmig. Fettwiesen werden auch als Weiden (Fettweiden) genutzt und dort findet man oft Flecken, die mit Pflanzen bewachsen sind und vom Vieh verschmäht werden (weil sie entweder Stacheln aufweisen, einen unangenehmen Geruch aufweisen oder giftig sind). Die Pflanzen sind an den regelmässigen Schnitt angepasst, d.h. sie haben ein hohes Regenerationsvermögen und zeigen ein schnelles Wachstum. Bei den Kräutern dominiert oft der sehr konkurrenzstarke Löwenzahn.  


Fettwiese (nährstoffreiche Wiese): Blumenfeld mit gelben Löwenzahn, grüner Wald im Hintergrund, schneebedeckte Berge am Horizont, blauer Himmel mit vereinzelten Wolken. 분위기 ist friedlich.
typische Fettwiese mit viel Löwenzahn zauberblicke - stock.adobe.com)

Feuchtwiesen


Es sind Wiesen an feuchten bis nassen Standorten. Typische essbare Wildpflanzen dieser Standorte sind Wald-Engelwurz, Kohldistel, Blut-Weiderich, Mädesüss, usw. Es ist auch der Standort der giftigen Herbstzeitlosen oder der Europäischen Trollblume.


Feuchtwiese: Wiese mit rosa Blüten und grünem Gras, umgeben von einem Holzzaun im Hintergrund, unter einem bewölkten Himmel. Ruhige, natürliche Atmosphäre.
Feuchtwiese mit dem Mädesüss, Schlangen-Knöterich und Kohldistel (Quelle: Martin Lindner - Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=46303952)

Acker / Ackerrand


An den Rändern von Ackerflächen und teils auch mitten im Acker, finden sich oft auch Wildkräuter. Man spricht dann von «Acker-Unkräutern». Oft sind es Kulturbegleiter, d.h. Pflanzen, die sich mit verunreinigtem Saatgut verbreiten oder auch einjährige Pionierpflanzen, die ihren eigentlichen Ursprung oft im Mittelmeerraum haben.


Pionierpflanzen haben auf Äckern insbesondere dadurch einen Vorteil, indem die längerlebende Vegetation jeweils beim Pflügen zerstört wird. Manchmal sind es bei den Ackerunkräuter aber auch Arten, denen die Pestizide nur wenig anhaben können. Gerade wegen dem Thema Pestizid ist beim Sammeln neben den Äckern Vorsicht geboten: Je mehr Kräuter vorkommen, bzw. je grösser die Artenvielfalt ist, desto eher wird auf dem Acker nur sparsam mit Pestiziden umgegangen. Die Artenzusammensetzung ist je nach Kalk- und Wassergehalt unterschiedlich. Typische Ackerpflanzen sind z.B. Klatsch-Mohn, Echte Kamille, Weisser Gänsefuss, Fuchsschwanz-Arten, Acker-Senf, Acker-Taubnessel, Persischer Ehrenpreis, usw.


Unkräuter des Ackerrrandes: Weisser Gänsefuss und Fuchsschwanz
Weisser Gänsefuss (links) und Zurückgebogener Fuchsschwanz (rechts) neben einem Maisfeld


Ruderalfläche


Hiermit sind Flächen gemeint, bei denen der Oberboden («Humusschicht») fehlt oder stark gestört ist. Dabei tritt ein (natürlicher oder künstlich geschütteter) sandig-kiesiger oder sogar schuttig-blockiger Untergrund hervor. In der menschlichen Zivilisation sind das z.B. Industriebrachen, Kiesplätze, Kiesgruppen, künstlich angelegte Böschungen, Bahndämme, Strassenränder, Kiesstrassen, ruderale Kiesstrasse / Wegränder, etc.


Pflanzen, die sich an solchen Standorten wohl fühlen nennt man Ruderalpflanzen (oder ebenfalls «Unkräuter»). In frühen Phasen dominieren vor allem 1-jährige Arten, danach siedeln sich immer mehr zwei- und mehrjährige Arten an. Sie Ruderalflächen siedlungsnah, dann sind diese oft auch nährstoffreich.


Je nach Feuchtigkeit und ob der Boden durch Tritte von Tieren/Menschen oder Fahrzeuge belastet ist, findet sich eine andere Flora. Typische ruderale Arten sind z.B. die Wegwarte oder Löwenzahn. Speziell trittfeste Arten trockener Standorte sind der Breitwegerich oder der Vogel-Knöterich. Bei generell trockenen Bedingungen und wo eine Selektion durch Vieh stattfindet, setzen sich mit der Zeit Arten der Kratzdisteln oder Ringdisteln durch, die wegen ihren Stacheln verschmäht werden.


Ruderalfläche mti Wegwarte
die Wegwarte ist für Ruderalflächen typisch

Hochstaudenflur


Damit sind Flächen (einzelne Flecken bis grössere Flächen) gemeint, die von mehrjährigen krautigen Pflanzen dominiert werden. Nährstoffreicher Boden begünstigt dabei schnell- und üppig-wachsende Arten. Es darf kein regelmässiger Schnitt stattfinden. Die oberirdischen Teile sterben jeden Winter ab und treiben dann im Frühling wieder aus. Natürliche Hochstaudenfluren treten natürlicherweise v.a. an Uferbereichen oder im Gebirge (meist an Flächen, wo der Schnee lange liegen bleibt und dadurch ein Gehölzwachstum verhindert wird) auf. In den tiefen Lagen entstehen sie meist durch menschlichen Einfluss, z.B. indem eine landwirtschaftliche Nutzung eingestellt oder pausiert wird, nach einem Kahlschlag im Wald (dann spricht man von «Schlagfluren»), auf Ruderalflächen, an Weg- und Waldränder, sowie «gepflegten» Gewässer-Ufern. Die künstlichen Hochstaudenfluren brauchen zur Erhaltung eine regelmässige Pflege (Entfernung Gehölze), da sonst mit der Zeit eine Verbuschung und anschliessende Wiederbewaldung einsetzen würde.


Hochstaudenflur in den Alpen mit Grauem Alpendost (giftig), Meisterwurz und Blauem Eisenhut (tödlich giftig!)
Hochstaudenflur in den Alpen mit Grauem Alpendost (giftig), Meisterwurz und Blauem Eisenhut (tödlich giftig!)

Lägerflur


Im Gebirge findet man nebst den natürlichen Hochstaudenfluren häufig sogenannte «Alpine Lägerfluren» um die Ställe oder um Viehtränken. Sie bilden sich aufgrund starker Überdüngung des Bodens durch das Vieh. Die Nährstoffe können auch durch Hangwasser weiter transportiert werden und sich in Geländemulden der Umgebung sammeln, wo dann ebenfalls Lägerfluren auftreten. Die alpinen Lägerfluren bestehen u.a. aus Alpen-Ampfer, Alpen Greiskraut, Grauen Alpendost, Alpen Kratzdistel, Guter Heinrich, Meisterwurz oder dem sehr giftigen Blauen Eisenhut. Diese Arten profitieren ausserdem auch davon, dass sie vom Vieh verschmäht werden. Lägerfluren können nach Aufgabe der Alpwirtschaft noch mehrere Jahrzehnte überdauern. Auch in den tieferen Lagen gibt es durch das Vieh verursachte Lägerfluren («Klettenfluren»), wobei dort oft die Grosse- und Kleine Klette, sowie Brennnesseln dominieren.


Alpine Lägerflur mit Alpen-Ampfer: Berglandschaft mit grünem Alpen-Ampfer im Vordergrund. Hügeliger Hintergrund mit Bäumen, Felsen und leicht bewölktem Himmel.
Alpine Lägerflur mit Alpen-Ampfer


Waldrand


Hier kommen Wald und Freifläche zusammen. Die Arten können sich hier sowohl über Sonne, aber auch die Kühle und Feuchtigkeit des Waldes erfreuen. Man unterscheidet dabei zwischen dem durch Sträucher (Weissdorn, Schlehe, Schwarzer Holunder, Hartriegel, Hasel, etc. ) geprägten Waldmantel und dem davor gelagerten Krautsaum. Sträucher findet man aber auch auf Freiflächen, z.B. als Hecken (natürlich menschlich angelegt). Der Krautsaum stellt der Übergang vom Wald (oder von der Hecke) zum offenen Gebiet (meist Wiesen) dar. Im Gegensatz zu den Wiesen treten dort nur wenige Gräser auf.


Generell ist es das Terrain für Pflanzenarten, die halbschattige Verhältnisse bevorzugen und dazu gehören sehr viele der bekannten essbaren Wildpflanzen. Welche Arten genau vorkommen ist abhängig von den Feuchtebedingungen und dem Nährstoffgehalt des Bodens. Oft findet man dort Grosse Brennnessel, Giersch, Koblauchsrauke, Kletten Labkraut, Zaun-Wicke, Echte Nelkenwurz, Rainkohl, Wald-Ziest, etc. Der Krautsaum muss hin und wieder gemäht werden, damit sich die Sträucher nicht vom Wald her ausbreiten.


Waldrand: Blühende Sträucher mit weißen Blüten am Waldrand, daneben ein schmaler, matschiger Pfad. Grüne Wiese im Vordergrund, kahler Himmel.
Der Waldrand der bevorzugte Ort, um Sträucher aufzusuchen (im Bild viele blühende Schlehen)

Krautsaum am Waldrand
Krautsaum am Waldrand

Wald


Sucht man nach Bäumen, ist der Wald natürlich die erste Wahl. In Mitteleuropa gibt es nur sehr wenige Waldflächen, die sich selbst überlassen werden. Aus diesem Grund findet man dort jeweils die Baumarten finden, die der entsprechenden forstwirtschaftlichen Nutzung und der Kulturgeschichte des Gebietes entsprechen (wobei es sich insbesondere in der Schweiz generell um naturnahe Wälder handelt). In Bezug auf die Krautschicht hat das Blätterdach der Bäume einen entscheidenden Einfluss, denn dieses zwackt einen Grossteil des Lichtes ab. Die Arten am Boden müssen deshalb in der Lage sein mit wenig Licht auszukommen.


Die meisten Wald-Wildkräuter findet man an den Waldweg-Rändern. Denn dort kommt durch die Baumlücke etwas mehr Licht an, so dass v.a. Arten auftreten, die sich an halbschattigen Standorten gut zurechtfinden. Dies sind die typischen Arten der Waldränder, aber auch schattentolerante Waldpflanzen, bzw. an den ruderalen Weg- und Kiesstrassenrändern auch Ruderalpflanzen. Die randlichen, zeitweise nassen Gräben der Waldsträsschen werden meist durch die Pestwurz oder dem Stumpfblättrigen Ampfer und später im Jahr auch dem Wasserdost bevölkert. Auch der Huflattich tritt am kiesigen Wegrand oft auf und kann als Verdichtungszeiger auch mitten aus dem Waldsträsschen heraus spriessen.


Die meisten Kräuter im Wald findet man an den Wegrändern: Waldweg im Sonnenschein, umgeben von grünen Bäumen und dichtem Laub. Der Pfad schlängelt sich durch die ruhige, lebendige Natur.
Die meisten Kräuter im Wald findet man an den Wegrändern js-photo - stock.adobe.com)

An Waldlücken oder Kahlschlägen findet man oft unbegehbare Flächen aus Brombeeren, bzw. in frühen Phasen oft Schlagfluren, u.a. aus dem Gemeinen Hohlzahn, oder dem Schmalblättrigen Weidenrösschen, Durch die fehlende Baumkrone gelangt mehr Licht auf den Boden, was dort zu einer Erwärmung führt. Dies beschleunigt wiederum die Zersetzung von organischem Material im Oberboden, wodurch Nährstoffe freigesetzt werden. Deshalb sind solche Flächen meist nährstoffreich.


Schlagflur mit dem Gemeinen Hohlzahn und dem Drüsigen Springkraut
Schlagflur mit dem Gemeinen Hohlzahn und dem Drüsigen Springkraut

dichtes Brombeer-Gestrüpp
etwas später übernehmen Brombeeren

Die meisten Kräuter, die unter dem geschlossenen Kronendach eines Laubbaumwaldes auftreten treten früh im Jahr auf, wie z.B. Bärlauch, Scharbockskraut, Waldmeister, usw, aber auch Giftpflanzen wie das Buschwindrösschen, Aronstab oder gewisse Lerchenporn-Arten. Diese «Frühlings-Geophyten» nutzen die Zeit vor dem Blattaustrieb der Bäume, um mit möglichst viel Sonnenlicht eine Zuckerreserve zu bilden. Danach blühen sie und die Früchte werden gebildet. Oft ziehen sie sich im Frühsommer bereits wieder in die Erde zurück und leben bis zum nächsten Frühling von ihren Reserven.


Frühlings-Geophyten im Laubwald: Sonnenlicht strahlt durch einen dichten Wald, Bärlauch bedeckt den Boden. Ein Baumstamm mit Pilzen im Vordergrund, friedliche Atmosphäre.
"Frühlings-Geophyten", wie z.B. der Bärlauch, treten im Frühling vor dem Blattaustrieb der Bäume massenweise am Waldboden auf, ehe dessen oberirdischen Teile im Frühsommer bereits wieder verwelken (©juhumert - stock.adobe.com)

Eigentliche Fichtenmonokulturen der Tieflagen sind in der Schweiz eher selten, in Deutschland aber nach wie vor weit verbreitet. Die Fichte tritt in unseren Breiten natürlicherweise nur in den erhöhten Lagen auf. Generell steigt der Anteil von Weisstanne und Ficht mit zunehmender Meereshöhe. In der Krautschicht (natürliche Gebirgsnadelwälder sind lichter als die Fichtenmonokulturen der Forste) mischen sich immer mehr Gebirgspflanzen dazu.



Ufer / Auenwald


Damit sind die Flächen gemeint, die unmittelbar an ein Gewässer (See, Fluss, Bach) angrenzen. Der hohe Grundwasserspiegel sorgt dabei of für eine ausreichende Wasserversorgung, während Hochständen aber gleichzeitig auch für Sauerstoffmangel. Auch Überschwemmungen beeinflussen die Standorte stark. Bei Hochwasser wirkt, wegen der starken Wasserströmung, eine mechanische Belastung auf die Pflanzen. Auf Kiesbänken ist bei Niedrigwasser aber auch Trockenheit ein Thema, so dass die entsprechenden Arten (z.B. Weiden) auf mit längeren Trockenphasen zurecht kommen müssen.


In den Bereichen die periodisch immer wieder (jedoch nicht für längere Zeit) überflutet werden, bildet sich natürlicherweise ein Auenwald. Meist ist in diesen Bereichen eine starke Landschaftsdynamik vorhanden (Erosion, Rutschungen, Ablagerung, Überschwemmung, Trockenfallen,…), so dass eine grosse Artenvielfalt vorhanden ist..


In den Auwäldern herrscht eine lebhafte Dynamik aus Erosion und Sedimentation, bzw. dementsprechend eine hohe Artenvielfalt: Fluss mit klarem Wasser in natürlicher Umgebung, umgeben von üppigem Grün und kahlen Bäumen unter blauem Himmel. Entspannte Atmosphäre.
In den Auwäldern herrscht eine lebhafte Dynamik aus Erosion und Sedimentation, bzw. dementsprechend eine hohe Artenvielfalt (Doronenko - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=113703875)

Die Standorte sind durch die regelmässigen Ablagerungen von Sedimenten generell nährstoffreich. Die Vegetation kann nach der Höhe über dem Gewässer unterteilt werden in (je näher zu Gewässer, desto öfter wird der Bereich überflutet, bzw. desto höher ist dann die Strömungsgeschwindigkeit):

  • Gehölzfreie Aue: unterste Stufe (unterhalb vom mittleren Hochwasser) ohne Gehölze

  • Weichholz-Aue: etwas weiter oben und somit weniger häufig überschwemmt, aber trotzdem noch mit einer lebhaften Landschaftsdynamik, findet man Pionierbäume, wie z.B. die Silber-Weide, aber auch die Schwarz-Pappel oder Schwarz-Erlen. Bei diesen Arten ist das Holz wegen dem schnellen Wachstum eher weich. Bei der Krautschicht dominieren Nährstoff- und Feuchtezeiger. Wird die Krautschicht immer wieder weggespült, dominieren v.a. 1-jährige Arten.

  • Hartholz-Aue: noch weiter oben, auf Auenlehm, findet man härtere Gehölze wie Stiel-Eichen, Grau-Erle, Ulmen, Schwarz-Erle, Eschen, etc.

Diagramm zeigt die Gliederung einer Aue mit Hart- und Weichholz, Pflanzen, Wasser und Beschriftungen: Spitzenhochwasser, Hochwasser, mittleres Hochwasser.
Max Lankau - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=103681383

Weichholz-Aue mit der typischer silbrig-grünen Silberweide (Quelle: Willow - Own work, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2481212)
Weichholz-Aue mit der typischer silbrig-grünen Silberweide (Quelle: Willow - Own work, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2481212)

Hartholz-Aue (Quelle: Rick Hoppmann - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40567306)
Hartholz-Aue (Quelle: Rick Hoppmann - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40567306)

Im Gebirge, wo die Hochwasser nur kurz, aber meist sehr heftig sind und auch die Wasserströmung sehr hoch ist, dominiert im Auenwald vor allem die Grau-Erle, mit einer Krautschicht aus Kratzbeere und Winter-Schachtelhalm.


An den Auen findet man viele Kräuter, die man im halbschattigen Bereich (Waldwegrand, Waldrand, unter Hecken) oder feuchten Wiesen findet und an nährstoffreichen Boden gebunden sind (es ist ihr ursprüngliches Habitat!). Typische Uferarten sind z.B. das Mädesüss, Brennnessel, Blut-Weiderich, Wilde Karde, usw. Man findet an den Hartholz-Auen oder auch steilen Bachufer viele Straucharten. Im Gebirge dominiert meist die Rote Pestwurz.



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