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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Grosse Bibernelle (Pimpinella major)
Illustration der Grossen Bibernelle (Pimpinella major) für die Bestimmung der Art. Graphisch sehr übersichtlich sind Bestimmungsmerkmalen darübergezeichnet. Das Bild ist gut für die Bestimmung der Art geeignet. Begriffe sind u.a. wie Blätter 1-fach gefiedert, keine Hüllblätter und keine Hüllblättchen, usw.

Familie: Doldenblütler (Apiaceae), Gattung: Pastinak (Pastinaca)

"ein würzig, aromatischer Doldenblütler, den man jedoch häufiger im Gebirge als im Tiefland antrifft"

 

Bestimmungsmerkmale

Fotos

Verwendung

Beschreibung

mögliche Verwechslungen

Bestimmungsmerkmale

Lebenszyklus: bildet im jungen Stadium (d.h. früh im Jahr) erst eine Grundrosette und später erscheint dann der aufrechte Stängel (mit wechselständigen Blättern) und endständigen Blütenständen


Blätter: 1-fach gefiedert, 3-9-zählig;

  • Teilblätter / Fiedern: eiförmig bis lanzettlich, bis 7cm lang, unregelmässig schmal gesägt (Zähne länger als breit); kahl; OS meist glänzend; US glänzend; Blattrand rau behaart; Endfieder tief 3-teilig eingeschnitten; unterste Fieder asymmetrisch


Stängel: 40 bis 90 cm hoch; scharfkantig gefurcht; meist kahl; hohl


Blüten: Einzelblüten in endständigen Doppeldolden angeordnet; pro Dolde jeweils mit 10-15 Döldchen; ohne Hüllblätter und ohne Hüllblättchen; Kronblätter weiss bis rosa; blüht Juni bis September


Früchte: ca. 3mm lang; rundlich bis eiförmig; 5-kantig; abgeflacht; Griffelrest länger als die Frucht


Zeigerwerte: halbschattig, feucht, nährstoffreich, schwach sauer bis neutral


typische Standorte:  Hochstaudenfluren, Waldrand, Waldweg-Rand, ruderale Wegränder, Wiesen, Weiden

Fotos

Verwendung

wichtige Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Flavonoide, Saponine (v.a. in Wurzel), Spuren von Furocumarine 


mögliche Kulinarische Verwendung: zu den Grundrezepten




Verwendung in der Phytotherapie: zum Disclaimer über Heilpflanzen-Angaben


Beschreibung

Die Grosse Bibernelle wächst in einem komplett anderen Habitat als die Kleine Bibernelle. So benötigt die Grosse Bibernelle nährstoffreichen und feuchten Boden und kommt auch mit Halbschatten klar. Sie besiedelt aber nicht nur Waldränder und Waldweg-Ränder, sondern auch auf frischen bis feuchten, extensiv genutzten Wiesen und auf extensiv genutzten Weiden, bzw. Weideränder. Der Schwerpunkt des Vorkommens liegt in den höheren Lagen von Jura und den Alpen. Dabei steigt die Art bis weit über die Baumgrenze. Im Gebirge sind die Blüten sehr oft rosa ausgebildet.


Wie bei der Kleinen Bibernelle, wurden auch die Wurzeln der Grossen Bibernelle traditionell bei Problemen im Bereich der Atemwege eingesetzt. Allerdings ist ihre Bedeutung deutlich geringer.

 

mögliche Verwechslungen

Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga) - ungiftig / essbar, ähnliche Verwendung


Mehr zur Kleinen Bibernelle hier.


Gemeinsamkeiten (u.a.)

  • Blätter 1-fach gefiedert, unregelmässig gezähnt, Endabschnitt (oft) 3-teilig

  • Einzelblüten in Doppeldolden angeordnet (Familie der Doldenblütler), gehört zur Familie der Bibernellen (Pimpinella)

  • Doppeldolde ohne Hüllblätter und ohne Hüllblättchen


Unterschiede (u.a.)

  • Fiedern nur selten länglich (meist rund bis eiförmig), kleiner (bis 3 cm lang); Zähne nur leicht länger als breit; OS matt

  • Stängel nur fein gerillt, im oberen Stängelbereich fast keine Blätter und diese fiederlanzettlich

  • Griffelrest kürzer als Frucht

  • Vorkommen auf Trockenwiesen

 

Wiesen-Pastinak (Pastinaca sativa) - ungiftig / essbar, ähnliche Verwendung


Mehr zum Pastinak (Wildform) hier.


Gemeinsamkeiten (u.a.)

  • Blätter 1-fach gefiedert; Fiedern oft länglich und grob unregelmässig gezähnt; Endabschnitt 3-teilig

  • Einzelblüten in Doppeldolden angeordnet (Familie der Doldenblütler),

  • Doppeldolde ohne Hüllblätter und ohne Hüllblättchen


Unterschiede (u.a.)

  • Blätter 7 bis 15-zählig; Fiedern meist mit 1-3 tiefen Einschnitten

  • Stängel rau behaart

  • Blüten grünlich-gelb

  • Früchte oval, flach und grösser (5 bis 7 mm lang)


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Bestimmungsmerkmale
Fotos
Verwendung Kulinarik und Phytotherapie
Beschreibung
mögliche Verwechlungen

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