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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga)
Illustration der Kleinen Bibernelle (Pimpinella saxifraga) für die Bestimmung der Art. Graphisch sehr übersichtlich sind Bestimmungsmerkmalen darübergezeichnet. Das Bild ist gut für die Bestimmung der Art geeignet. Begriffe sind u.a. wie Blätter 1-fach gefiedert, keine Hüllblätter und keine Hüllblättchen, usw.

Familie: Doldenblütler (Apiaceae), Gattung: Pastinak (Pastinaca)

"ein würzig, aromatischer Doldenblütler, den man jedoch häufiger im Gebirge als im Tiefland antrifft"

 

Bestimmungsmerkmale

Fotos

Verwendung

Beschreibung

mögliche Verwechslungen

Bestimmungsmerkmale

Lebenszyklus: bildet im jungen Stadium (d.h. früh im Jahr) erst eine Grundrosette und später erscheint dann der aufrechte Stängel (mit wechselständigen Blättern) und endständigen Blütenständen


Blätter: OS matt und mit der Zeit verkahlend; US leicht behaart

Stängel:15 bis 60 cm hoch; rund; kahl (z.T. unten leicht behaart); oben fast blattlos


Blüten: Einzelblüten in endständigen Doppeldolden angeordnet; Doppeldolden jeweils mit 8-15 Döldchen; ohne Hüllblätter und ohne Hüllblättchen; Kronblätter weiss (bis selten rötlich) und bewimpert; blüht Juni bis Oktober


Früchte: ca. 2mm lang; Griffelrest kürzer als die Frucht


Zeigerwerte: hell, mässig trocken, nährstoffarm, schwach sauer bis neutral


typische Standorte: Trockenwiesen, lichte Kieferwälder

Fotos

Verwendung

wichtige Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Flavonoide, Saponine (v.a. in Wurzel), Spuren von Furocumarine 


mögliche Kulinarische Verwendung:




Verwendung in der Phytotherapie: zum Disclaimer über Heilpflanzen-Angaben


  • Akute Bronchitis (produktiver Husten): Die Wurzeln werden traditionell aus Expektorans bei produktivem Husten verwendet. Die wissenschaftliche Datenlage ist aber sehr dünn. Am Effekt beteiligt sein könnten die Ätherische Öle oder Saponine. Für einen Tee werden hierzu 3 bis 10g (1 bis 4 TL) der getrockneten und stark zerkleinerten Wurzeln in kochend-heissem Wasser ausgezogen. Auch mit Wasser kalt ansetzen und anschliessend ein kurzes Aufkochen ist möglich. Anwendung 3 bis 4 mal täglich. Eine Bearbeitung von HMPC oder ESCOP liegt bisher nicht vor. Kommission E anerkannte damals die Anwendung.

Beschreibung

Die Kleine Bibernelle ist charakteristisch für trockene Magerwiesen an Südhängen über kalkhaltigem Boden. Bei intensiver landwirtschaftlicher Nutzung (mit vielen Schnitten pro Jahr) oder Düngung verschwindet sie jedoch rasch. Weiter kommt sie auf Weiden nur bei extensiver Nutzung vor, bzw. verschwindet auch da bei zu häufigem Tritt. Die Art kommt zwar auch im Tiefland vor, dies jedoch eher selten, nicht zuletzt, weil magere Standorte eher rar geworden sind. In den Bergen (Jura, Alpen) hingegen, da findet man die Kleine Bibernelle an Kalksüdhängen teils massenhaft. Im Gebirge sind die Blüten teils etwas rötlich ausgebildet.

 

Als Heilpflanze für Probleme im Bereich der Atemwege, wird die Wurzel der Kleinen Bibernelle bereits in der Antike erwähnt. Neuere Untersuchungen sind jedoch rar und auch eine moderne Bearbeitung durch HMPC oder ESCOP liegt bisher nicht vor. Es sind stattdessen bei Husten andere schleimlösende Arten, wie Efeu, Schlüsselblume oder Thymian welche in der evidenzbasierten Phytotherapie dominieren. Die anisartig schmeckende Wurzel ist auch kulinarisch interessant. Diese ist jedoch faserig-verholzt und kann nicht direkt roh zerkaut werden. Stattdessen wird sie vermahlen und als Gewürz genutzt oder es wird damit Tee aufgebrüht, bzw. damit Likör aromatisiert.

 

mögliche Verwechslungen

Grosse Bibernelle (Pimpinella major) - ungiftig / essbar, ähnliche Verwendung


Mehr zur Grossen Bibernelle hier.


Gemeinsamkeiten (u.a.)

  • Blätter 1-fach gefiedert; unregelmässig gesägt, Endabschnitt 3-teilig

  • Einzelblüten in Doppeldolden angeordnet (Familie der Doldenblütler), gehört zur Familie der Bibernellen (Pimpinella)

  • Doppeldolde ohne Hüllblätter und ohne Hüllblättchen

  • Frucht 2 bis 3mm lang


Unterschiede (u.a.)

  • Fiedern oft länglich, grösser (bis 7cm); Zähne deutlich länger als breit; OS oft glänzend

  • Stängel scharfkantig, auch im oberen Stängelbereich reich beblättert, obere Blätter nicht fiederlanzettlich

  • Griffelrest länger als Frucht


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Bestimmungsmerkmale
Fotos
Verwendung Kulinarik und Phytotherapie
Beschreibung
mögliche Verwechlungen

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