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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Gänseblümchen (Bellis perennis)

Illustration des Gänseblümchen  (Bellis perennis) für die Bestimmung der Art. Die Bestimmungsmerkmale sind graphisch darübergezeichnet. Das Bild ist gut für die Bestimmung der Art geeignet. Begriffe sind u.a.: Grundrosette mit gerkerbten, kleinen, spatelförmigen Blättern, usw.

Seite erstellt von David Büsser - Wildkräuterexperte

Familie: Korbblütler (Asteraceae), Gattung: Gänseblümchen (Bellis)

"typisch für Rasenflächen und dort klein aber oho - mit dekorativen essbaren Blütenkörben und ebenso essbaren, nussig schmeckenden Blätter"

 

Bestimmungsmerkmale und Lebensraum

> wie bestimme / erkenne ich das Gänseblümchen und wo kommt es vor?


Blätter: in Grundrosette angeordnet; spatelförmig (stumpfe Spitze, ausdünnend-geflügelter Blattstiel), 1 bis 4 cm lang; Blarrand gekerbt; behaart; deutlicher Hauptnerv, der sich zum Grund hin verbreitert


Stängel: 5 bis 15cm hoch; blattlos; behaart; am Ende ein Blütenkorb


Blüten: in 2 bis 3 cm breiten Blütenkörben angeordnet; in der Mitte viele gelbe Zungenblüten; am Rand über 100 weisse (aussen oft roten) Zungenblüten, die in zwei Reihen angeordnet sind; mit 13 stumpfen bis kurz zugespitzten Hüllblättern; blüht Februar bis Dezember


Früchte:1 bis 2 mm lange Achäne (ohne Pappus)


Zeigerwerte: hell, mässig feucht, mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich, neutral bis basisch


typische Standorte: Wiesen, Weiden, Rasen (vom Tiefland bis zur Baumgrenze und teils auch darüber hinaus)

Fotos

Verwendung​

> Gänseblümchen in der Wildkräuterküche und als Heilpflanze verwenden


Inhaltsstoffe: Saponine, Flavonoide, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Phenolsäuren, wenig Ätherische Öle


Giftigkeit: Das Gänseblümchen ist ungiftig / problemlos essbar.


Kulinarische Verwendung

zu den Grundrezepten



  • Blütenkörbe (nussig, herb > mehr dazu): essbare Dekoration


Gänseblümchen als Heilpflanze / Heilwirkungen des Gänseblümchens / Verwendung in der evidenzbasierten Phytotherapie 

zum Disclaimer über Heilpflanzen-Angaben


In der Volksheilkunde gilt das Gänseblümchen als «die kleine Arnika» und wurde vor allem für Salben zur Wundheilung, bzw. Behandlung von kleineren Prellungen /Verletzungen verwendet. Die wenigen vorhandenen in-vitro Studien zeigen einen antientzündlichen, antimikrobiellen und antioxidativen Effekt. Klinische Studien existieren nicht. Es gibt bisher weder eine Bearbeitung von HMPC, noch von ESCOP.


Herstellung einer Salbe aus den Blütenkörben des Gänseblümchens
Herstellung einer Salbe aus den Blütenkörben des Gänseblümchens

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Sammelkalender​


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Spannendes über die Art

Das Gänseblümchen steht eigentlich schon fast sinnbildlich für Rasen- und Gartenflächen. Denn dort findet es als kleine, jedoch extrem trittfeste und mähresistente Art ideale Bedingungen vor. Denn damit sie nicht von anderen Pflanzenarten in den Schatten gestellt wird, ist sie ausdrücklich und unbedingt auf das regelmässige Abmähen, resp. Tritte angewiesen.


Der lateinische Namen «perennis» kommt daher, dass das Gänseblümchen eine «perennierende» («ausdauernde») Pflanze ist, d.h. sie lebt mehrere Jahre und blüht dabei jedes Jahr. Die Grundrosette ist wintergrün und dabei treiben nahezu das ganze Jahr über immer wieder neue Blütenkörbe aus. Der Duft der Blütenkörbe ist nur sehr schwach, resp. die bestäubenden Insekten werden vor allem durch den Pollen angelockt. Die gelben Röhrenblüten in der Mitte sind zwittrig und können sich bei Abwesenheit von Frendbestäubung auch selbst befruchten. Die weissen Zungenblüten aussen haben nur weibliche Blütenorgane. Die Blütenkörbe, bzw. die Blüten sind nur am Tag und auch dann nur bei sonnigem Wetter geöffnet und richten sich im Tagesverlauf jeweils der Sonne aus (damit sie von den Insekten leichter erkannt werden).


Die Blätter und Blütenkörbe werden schon seit je her als Beigabe für Salate verwendet. Bei den Germanen wurde das Gänseblümchen als typische Frühlingspflanze der Frühlingsgöttin Ostara zugeschrieben und war dabei ein Symbol für Reinheit, Unschuld und Jungfräulichkeit. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass die Art seit der Christianisierung nun der Jungfrau Maria gewidmet war. Das berühmte Liebesorakel taucht in schriftlichen Quellen ab dem Spätmittelalter auf und hatte seinen Ursprung möglicherweise aber bereits in vorchristlichen Kulturen.

 

mögliche Verwechslungen

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zum Autor vom Phytikon: Hallo, ich bin David und ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Wildpflanzen. Dabei gebe ich mein Wissen auch in Kursen weiter. Ich betrachte und behandle das ganze Thema Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen rational, evidenzbasiert und mit einer gesunden Portion Realismus.

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Ich bin leidenschaftlich gerne in der Natur unterwegs, egal ob zum Spazieren, Wandern, Biwaktouren oder Trailrunning.

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Verwendung Kulinarik und Phytotherapie
Beschreibung
mögliche Verwechlungen
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