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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
Illustration der Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata). Graphisch sehr übersichtlich sind Bestimmungsmerkmalen darübergezeichnet. Das Bild ist gut für die Bestimmung der Art geeignet. Begriffe sind u.a. Grundrosette, wechselstänig, untere Blätter nierenförmig und gebuchtet, obere Blätter herzförmig und stumpf gezähnt.

Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae), Gattung: Allaria

"Wo Knoblauch draufsteht, steht geschmacklich auch Knoblauch drin: So schmecken die Blätter tatsächlich nicht nur schärflich, sondern haben dabei auch ein Knoblaucharoma und das Ganze ohne Mundgeruch. Eine wahre Delikatesse sind die kresseartig schmeckenden Wurzeln und die senfig-scharfen Samen."

 

Bestimmungsmerkmale

Fotos

Verwendung

Beschreibung

mögliche Verwechslungen

Bestimmungsmerkmale

Lebenszyklus / Blattanordnung: Pflanze 2-jährig. Nach dem Austrieb im ersten Jahr erscheint nur eine Grundrosette (ohne Stängel und ohne Blüten). Ab dem Frühling des 2. Jahres bilden sich dann aufrechte Stängel mit wechselständigen Blättern und endständigen Blütenständen.


Blätter: herz- bis nierenförmig, meist 5-12 cm lang; grob gebuchtet bis gezähnt; Knoblauchgeruch beim Zerreiben


Stängel: 20 bis 90 cm hoch; kantig; unten abstehend behaart


Blüten: in endständigen Trauben angeordnet; Einzelblüten mit 4 weissen, 4-6mm langen Kronblättern; blüht April bis Juni


Früchte: hellbraune (unreif grüne), schmale (gleich dick wie Stiel) Schote (gleich dick wie Stiel) mit ca. 6-8 Samen pro Fächer; Schoten zeigen leicht aufrecht; ab ca. Juli reif (öffnen sich bei Reife auf zwei Seiten)


Zeigerwerte: schattig, nährstoffreich bis überdüngt, feucht, neutral bis basisch


typische Standorte: Wegränder, Waldwegränder, Hecken, Schuttplätze (teils zusammen mit der Brennnessel)

Fotos

Verwendung

wichtige Inhaltsstoffe: Senfölglykoside (u.a. Sinigrin), Flavonoide, Saponine


mögliche Kulinarische Verwendung: Achtung frisch verwenden - Trocknen und Erhitzen baut das Aroma rasch ab! zu den Grundrezepten



Verwendung in der Phytotherapie zum Disclaimer über Heilpflanzen-Angaben: Hat in der modernen Pflanzenheilkunde keine Bedeutung. Eine mögliche Anwendung im Rahmen von Blasenentzündungen ist wegen den enthaltenen Senfölglyksoide (u.a. Sinigrin wie im Meerretich) nicht komplett abwegig, doch genauere Untersuchungen fehlen hierzu.


kulinarische Verwendung der Knoblauchsrauke: Blätter als Salatbeigabe, Samen und Wurztelurzeln als Gewürz.

Beschreibung

Die Knoblauchsrauke macht ihrem Namen durch den charakteristischen Geruch, der sich beim Zerreiben oder Kauen der Blätter entfaltet, ihrem Namen alle Ehre. Wie bei den meisten Arten aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), hat sie durch die enthaltenen Senföl-Glykoside ein scharfer Geschmack. Es entwickelt sich trotz des Knoblauchgeruchs im Gegensatz zum Knoblauch oder dem Bärlauch jedoch kein Mundgeruch. Denn der Knoblauchgeruch kommt geht nicht wie beim Knoblauch vom Alliin, sondern aus, sondern von Knoblauchölen (bestimmte Senföle).


Die Art ist zweijährig. Neue Pflanzen treiben jeweils im März als Grundrosette aus. Ein Teil davon zieht sich im Herbst in die Wurzeln zurück und treibt dann im nächsten Frühjahr wieder als Grundrosette aus. Ein anderer Teil überwintert als Grundrosette und kann so auch im Winter gesammelt werden. Ab ca. April wird dann der Stängel gebildet und die Art beginnt zu blühen. Bei den Stängelblättern Kulinarisch sollten kulinarisch nur jungen Blätter geerntet werden, denn ältere Blätter riechen dann eher streng.  Generell sollten die Knoblauchsrauken-Pflanzenteile sollten (mit Ausnahme der reifen Samen) möglichst roh und frisch verwendet werden, da sich die Geschmacksstoffe bei Erhitzung oder Trocknung rasch abbauen.


Die reifen Samen stellen wegen der Schärfe ein guter Pfefferersatz dar. Das sich die Frucht von selbst öffnet, können diese einfach von der Scheidewand abgestreift werden. Einzelne reife Samen in den geöffneten Schoten oder auch Grundrosetten sind noch bis in die Wintermonate hinein an den sonst abgestorbenen Pflanzen zu finden. Ein besonderer Leckerbissen sind die Wurzeln, die einen Kresse-artigen Geschmack aufweisen. Geerntet werden diese vom Herbst des 1. Jahres bis zum Frühling des 2. Jahres (vor der Stängelbildung).

 

mögliche Verwechslungen

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Verwendung Kulinarik und Phytotherapie
Beschreibung
mögliche Verwechlungen

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