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Echter Mädesüss (Filipendula ulmaria)

Familie: Rosengewächse (Rosaceae), Gattung: Mädesüss (Filipendula)
"Die angenehm duftenden Blüten eignen sich perfekt für Tee, Sirup oder auch dem Aromatisieren von Desserts. Entgegen dem Maintream der Kräuterbücher, sind bei einem Tee keine pharmakologischen Wirkungen zu erwarten."
Bestimmung
Blattanordnung: früh im Jahr meist nur Grundrosette; ab Sommer dann aufrechte Stängel mit wechselständigen Stängelblättern
Blätter: gefiedert, jeweils 2 bis 5 grosse Fiederpaare (dazwischen jeweils ein kleineres Fiederpaar)
Teilblätter / Fiedern: eiförmig-spitz, 2 bis 6 cm lang; doppelt-gesägt; letztes Fiederpaar meist mit der Endfieder verwachsen; intensiver Duft beim Zerreiben; ausgeprägte 45 °-Seitennerven; US weissfilzig bis kahl
Stängel: 0.5 bis 2m hoch; kantig; oft rötlich; oben verzweigt
Blüten: Einzelblüten in endständigen Rispen angeordnet; intensiver Duft (v.a. am Abend); blüht Juni bis August
Einzelblüten: weisse bis beige Kronblätter (diese weit auseinander), viele lange StaubblätterRosengewächse allg.: radiärsymmetrisch, 5 Kron- und 5 Kelchblätter, viele Staub- und Fruchtblätter
Früchte: pro Blüte 6 bis 8 Nüsschen, die ineinander spiralig ineinander verdreht sind; unreif grün, reif braun
Zeigerwerte: halbschattig, sehr feucht (Feuchtigkeit stark wechselnd), nährstoffreich, schwach sauer bis neutral
typische Standorte: Feuchtwiesen, feuchte Gräben, Bachufer, Auenwälder
Fotos






©Valery Prokhozhy – stock.adobe.com
Verwendung
wichtige Inhaltsstoffe: flüchtige Salicylate, Salcylate-Glykoside, Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe
mögliche Kulinarische Verwendung: zu den Grundrezepten
Blätter (eigen, herb > mehr dazu): jung als Salatbeigabe (Geschmack), Gewürz, Tee, Likör
Blüten (intensiv angenehm duftend > mehr dazu): essbare Dekoration, Salatbeigabe, Kräuterbutter, Kräuterquark, Aufstriche, Tee, Limonade, Smoothie, Sirup, Likör, Kräuteressig, Kräuteröl, "Honig", Gelée, Aromatisieren von Desserts, (Kuchen, Dessertsaucen, etc.)
Früchte (würzig, herb > mehr dazu) egal ob unreif oder reif: Salat- oder Müeslibeigabe, zum Aromatisieren von Desserts, (Kuchen, Dessertsaucen, etc.)

Verwendung in der Phytotherapie zum Disclaimer über Heilpflanzen-Angaben: Das Mädesüss enthält wie Weidenarten schmerzstillend-fiebersenkend-entzündungshemmende Salicine und zwar in Form von Salicylaldehyd und Methylsalicat. Diese Substanzen sind auch die Hauptbestandteile des angenehm duftenden Ätherischen Öls der Blüten, resp. sind vor allem in den Blüten vorhanden. In den Blättern finden sich nur sehr geringe Konzentrationen, dafür ist Gehalt an Salicat-Glykosiden (v.a. Spiraeosid, Monotropitosid und Gaultherin), also an Zucker gebundene Salicins-Formen, etwas höher als in den Blüten (aber immer noch gering). In den Blättern befinden sich ausserdem auch Flavonoide, Gerbstoffe und Phenolsäuren. Die verschiedenen Salicin-Formen im Mädesüss werden im Körper (Darm und Leber) zu Salicylsäure umgewandelt, welches dann letztendlich für die pharmakologische Wirkung verantwortlich ist. In den Früchten sind keine oder nur sehr geringe Salicin-Konzentrationen vorhanden. Die Rhizome haben hingegen sowohl einen hohen Gehalt an Salicat-Glykosiden, als auch an den flüchtigen Salicylaten, bzw. zusätzlich auch Gerbstoffen (und werden volksheilkundlich nur selten erwähnt). Traditionell verwendet werden vor allem die Blüten (höchster Wirkstoffgehalt), teils auch das Kraut (also Mischung aus Blüten, Blätter und Stängel). Für einen Teeauszug werden 1-2 TL der Blüten oder des zerkleinerten Krautes (wichtig: nicht nur Stängel und Blätter, sondern auch Blüten verwenden) mit 150ml kochendem Wasser übergossen und dann 10min ausgezogen und davon 2 bis 4 Tassen täglich getrunken. Die Hauptwirkstoffe Salicylaldehyd und Methylsalicat, die fettlöslich sind, gehen dabei jedoch noch in sehr geringen Mengen in den Teeauszug über. Im Assessment Report von HMPC wird dabei erwähnt, dass Analysen zeigen, dass meist nur Konzentrationen von <0.005% gemessen werden. Es ist deshalb kein Wunder, dass in evidenzbasierten Quellen oft darauf hingewiesen, dass der Salicin-Gehalt im Mädesüss-Tee zu gering ist und dass dadurch mit keinen oder nur sehr schwachen Effekten zu rechnen ist (ausser natürlich dem Placeboeffekt). So weist auch HMPC darauf hin, dass die Gehalte an Salicylate zu gering sind, um pharmakologische Effekte zu erklären, resp. die Wirksamkeit nicht mit Weidenrinde oder Aspirin zu vergleichen ist. Gleichzeitig wird jedoch erwähnt, dass möglicherweise andere, wasserlöslichere Stoffe (Flavonoide, Phenolsäure, usw.) an einem Effekt zur Linderung von rheumatischen Beschwerden beteiligt sein könnten. Klinische Studien für Mädesüss-Teeauszüge existieren nicht. Bei einer Tinktur mit mittlerem Alkoholgehalt (ca. 45 Vol%) können im Gegensatz zum Tee sowohl Salicylaldehyd / Methylsalicat, als auch die Salicat-Glykoside herausgelöst werden, wobei auch hier klinische Daten fehlen. HMPC hat für die Tinktur jedoch keinen Eintrag in der Monographie, da neuere Daten, resp. Erfahrungen zur toxikologischen Unbedenklichkeit innerhalb der letzten Jahrzehnte fehlen. Nicht zuletzt führt ja die Einnahme der Tinktur zu einer Aufnahme von Alkohol, was die Bioverfügbarkeit und Metabolisierung der Salicate beeinflusst, was zu Magenreizungen oder sogar Magenblutungen führen kann. Gemäss den historischen Lehrbüchern wird für eine Tinktur ein Gewichtsverhältnis von 1:5 (Gramm getrocknete Droge zu Milliliter Spirituose) empfohlen. Für die Dosis bei der Anwendung der Tinktur werden nach «Wichtl 2022 – Teedrogen und Phytopharmaka», auf Basis historischer Arzneibücher, 40 bis 80 Tropfen (1-2ml) mit Wasser verdünnt ca. 3x über den Tag verteilt eingenommen. Keine Einnahme bei Personen, die an Asthma, Magen-Darm-Geschwüren oder eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion! Keine Einnahme bei der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten! Nicht bei Personen unter 18 Jahren anwenden! Keine Anwendung bei Schwangerschaft (da keine Daten über die Sicherheit vorliegen) ! Bei Anwendung als Tinktur sind die Risiken zu beachten !
Bei Erkältungen / Fieber?: Wichtig zu erwähnen ist, dass Fieber eine wichtige Immunreaktion des Körpers ist, um die Erreger zu bekämpfen. Fiebersenkende Medikamente sind deshalb bei Erkältungen nicht zielführend, es sei denn es handelt sich wirklich um hohes Fieber (über 40 Grad), was aber sowieso einer ärztlichen Abklärung bedarf. Wegen der fehlenden Evidenz und dem niedrigen Wirkstoffgehalt (siehe oben) stuft HMPC das Kraut und die Blüten des Mädesüss nur als traditionelles pflanzliches Arzneimittel ein, dass basierend auf langjähriger Erfahrung bei banalen Erkältungen und leichten Gliederschmerzen unterstützend eingesetzt werden kann. Und auch ESCOP anerkennt dabei höchstens eine unterstützende Therapie bei banalen Erkältungen aufgrund der traditionellen Anwendung.
leichte Gliederschmerzen HMPC anerkennt beim Echten Mädesüss aufgrund der traditionellen Anwendung auch den Einsatz bei leichten Gliederschmerzen. Auch hier ist jedoch fraglich, ob aufgrund der aufgenommenen Mengen tatsächlich eine, resp. ausreichende Wirkung zu erwarten ist.
Gerbstoffanwendungen: Die Rhizome, die reich an Gerbstoffen sind (bis 15%), können auch für Gerbstoffheilanwendungen verwendet werden. Sie gelten als sehr bitter.
Zahnschmerzen / Zahnentzündungen: Die traditionelle pharmakologische Nutzung der Wurzeln wird meist im Zusammenhang mit Zahnproblemen erwähnt. Beim Kauen der Rhizome bei Zahnschmerzen / Zahnentzündungen macht man sich vor allem die desinfizierend-entzündungshemmende Wirkung der Gerbstoffe zu Nutze. Die Salicyl-Verbindungen sind dabei eher untergeordnet, da lokal im Mund kein Umbau zur Wirksamen Salicylsäure stattfindet (die findet nur bei innerer Anwendung in der Leber statt).
Beschreibung
Anders als viel traditionelle Heilpflanzen, wird das Mädesüss wird in den Arzneibüchern der Antike (wie z.B. Dioskurides) nicht erwähnt, was wohl daran liegt, dass es im mediterranen Raum kaum vorkommt. Vielmehr war es aber nördlich der Alpen, bei den Kelten und Germanen, ein heiliges Kraut. Bei den Druiden gehörte es zu den besonders heiligen Pflanzenarten, das vermutlich nicht nur rituell, sondern auch gegen Fieber und Schmerzen verwendet wurde. Bei den Kelten und Germanen war das Mädesüss ausserdem eines der wichtigsten Kräuter, welche zur Aromatisierung von Met (Honigwein) verwendet wurde (dadurch kommt auch der Name als «Met-süss»). Met war dabei nicht einfach nur ein Standart-Getränk, sondern hatte auch rituelle Funktionen, d.h. man sprach ihm auch Reinigung, Inspiration und Medizinische Wirkungen zu. Im Frühmittelalter um 812 n. Chr., zur Zeit der Klosterheilkunde, wird das Mädesüss dann in der Verordnung «Capitulare de villis» von Karl dem Grossen als eines der Kräuter erwähnt, welches in den Klostergärten angebaut werden muss. Indikationen waren Fieber, Kopfschmerzen oder bei Erkältungen (als «schweisstreibendes Mittel») und die Zubereitung erfolgte hauptsächlich als Wein- oder Met-Auszüge. Allerdings war die Weidenrinde für dieselben Indikationen, im Vergleich zum Mädesüss, mit einer langen Tradition in der antiken Heilkunde und mit deutlich höherem Wirkstoffgehalt, viel beliebter und etablierter. Mädesüss galt vielmehr als das das mildere, aber auch verträglichere und durch den angenehmen Duft auch aromatischere Mittel, welches auch Kindern und geschwächten Personen verabreicht wurde. So schreibt der Arzt Tabernaemontanus im Jahr 1588: «Das Mädesüss erfreuet das Herz durch seinen lieblichen Geruch und lindert das Fieber ohne Bitterkeit».
Ab dem 18. Jahrhundert wurden in den Apotheken auch Extrakte hergestellt, indem Auszüge von Mädesüss-Blüten in Wein oder Hochprozentigem durch vorsichtiges Eindampfen (im Wasserbad bei 50 bis 60°C) eingedickt wurden. Mit dem Alkohol als Lösungsmittel wurden nebst den wasserlöslichen Salicylat-Glykosiden auch die fettlöslichen Wirkstoffe Salicalaldehyd und Methylsalicat optimal herausgelöst und der Auszug konnte so auch gelagert werden. Im Jahr 1839 wurde dann durch den Chemiker Auguste Cahours erstmal das Salicidaldehyd aus den Mädesüss-Blüten isoliert. Ab 1874 konnte Salicylsäure auch synthetisch hergestellt werden und damit wurde dieses industriell hergestellt und als Arzneimittel vertrieben. Es war sehr wirksam, standardisiert und deutlich günstiger als die bisherigen Extrakte aus Mädesüss oder Weidenrinde und ersetzte diese in der Apotheke weitestgehend. Das Problem bei der reinen Salicylsäure war jedoch, dass diese häufig auch Magenreizungen verursachte. Aus diesem Grund entwickelte dann Felix Hofmann, Chemiker bei Bayer, im Jahr 1897 schliesslich mit der Acetylsalicylsäure eine chemisch modifizierte Form, die deutlich verträglicher ist. Für den Vertrieb und das Marketing gab man dem Wirkstoff schliesslich den Namen «Aspirin», als Verknüpfung zu «Spiraea», dem alten lateinischen Gattungsnamen für die Gattung Mädesüss. Es war die erste globale Medikamentenmarke und wurde ab 1900 weltweit vertrieben.
Die Blätter entfalten beim Zerreiben oder Kauen einen etwas eigenartigen Geruch, der sich ziemlich «künstlich» anfühlt und etwas an Zahnpasta erinnert. Dafür verantwortlich sind die in den Blättern enthaltenen Salicylat-Glykoside. Diese wandeln sich bei Verletzung des Pflanzengewebes zu flüchtigen Salicylat-Verbindungen um, welche rasch die Riechorgane in der Nase erreichen. Dier Duft der Blüten wird in der Regel als sehr angenehm empfunden, ist süsslich, vanille-mandelartig und nur leicht herb. Die Duftnote kommt von den Ätherischen Ölen, bei denen Salicalaldehyd und Methylsalicat den Hauptteil davon darstellen (je nach Quelle zusammen zwischen 50 bis 90%). Trotz des Mandelaromas finden sich in den Blüten keine Blausäureglykoside, , bzw. die Duftnote kommt vielmehr vom Salicylaldehyd, dass dem Benzaldehyd (das bei der Bittermandel nach der Spaltung der Blausäureglykoside entsteht) strukturell ähnlich ist. Nebst den flüchtigen Salicaten finden sich im Ätherischen Öl auch Vanillin, das für die vanilleartige Komponente des Duftes sorgt oder auch Heptanol, welche eine leicht fruchtige Not aufweist. Der Gehalt des Ätherischen Öls ist in den Blüten mit ca. 0.1% eigentlich sehr gering. Dass der Duft jedoch trotzdem so stark ist, liegt daran, dass die flüchtigen Salicylate eine extrem niedrige Geruchsschwelle aufweisen.
Durch den Geruch der Blüten werden als Bestäuber vor allem Fliegen- und Käferarten angelockt, Bienen findet man dabei seltener. Die Blüten bilden auch Nektar, der gut zugänglich ist. Die Blütezeit, die in der Regel Ende Sommer endet, kann sich je nach Wetter (v.a. nach nassen Sommern) teilweise noch bis in den Spätherbst verlängern. Kulinarisch eignen sich die Blüten durch den charakterisierenden Duft nicht nur zum Aromatisieren von Getränken, sondern vor allem auch in Desserts, wie Cremen, Puddings, Torten oder Glaces. Hierfür können sie für vorgängig 12 bis 24h in der Milch oder dem Rahm ausgezogen werden, ehe diese zu den entsprechenden Desserts weiterverarbeitet werden. Wegen dem intensiven Geschmack wird dabei vorsichtig dosiert (ca. 5 Blüten-Rispen pro Liter Milch/Rahm). Zu beachten ist, dass die Duftstoffe sehr hitzelabil sind und sich auch bei einer Trocknung rasch verflüchtigen.
Die Form des rispigen Blütenstandes des Mädesüss ist dadurch charakterisiert, dass die Seitenachsen gegen oben immer kürzer werden. Man nennt solche speziellen Rispen auch «Spirren». Früher würde das Mädesüss der Gattung der Spiere (Spireae) zugeordnet und im Volksmund nannte man es auch «Spierstaude». Später wurde es dann in die eigene Gattung Filipendula gestellt und neuere DNA-Analysen bestätigen auch, dass trotz der morphologischen Ähnlichkeit keine direkte Verwandtschaft zu den Spieren besteht.
Die spiralförmig ineinander gewundenen Nüsschen des Mädesüss bleiben bei Reife im Frühherbst meist noch für mehrere Wochen am Fruchtstand hängen und finden sich teils auch noch bis in den Winter hinein an den sterbenden Sprossen. Der Hauptverbreitungsmechanismus ist die Windverbreitung über eine sehr kurze Distanz (maximal wenige Meter) und die Anheftung ans Fell von Tieren. Auch ein Abschwemmen mit fliessendem Wasser ist vor allem an gelegentlich nassen Standorten von Bedeutung. Früh im Jahr treiben erst die Grundrosetten aus. Die Stängel mit den Blüten am Ende erfolgen dann erst ab ca. Sommer. Diese aufrechten Stängel und auch die Grundrosetten des Mädesüss treiben aus einem dicken, kriechenden Rhizom aus, mit dem sich die Art auch rasch horizontal ausbreiten kann. Der Lebensraum besteht vor allem aus feuchten bis nassen Standorten. Auch wenn sich das Mädesüss aus dem Rhizom nach Verletzungen wieder regenerieren kann, ist es trotzdem schnittempfindlich und kann bei mehr als einem Schnitt pro Jahr stark geschwächt werden oder ganz verschwinden. Auf extensiv genutzten Wiesen kann sie hingegen durch ihre Wuchskraft andere Kräuter und Gräser in den Schatten stellen. Vom Weidevieh wird das Echte Mädesüss gemieden.
mögliche Verwechslungen
Kleines Mädesüss (Filipendula vulgaris) - ähnliche Verwendung
Im Gegensatz zum Echten Mädesüss ist das Kleine Mädesüss eine Trockenpflanze. Es besiedelt vor allem nährstoffarme, trockene Wiesen und -Kräutsäume. Die Art ist zwar in fast ganz Europa verbreitet, kommt aber nur zerstreut vor (in der Schweiz mit Schwerpunkt im Jura und im Wallis). Durch die Eutrophierung der Böden ist die Art in der Verbreitung eher rückläufig. Die Art hat unterirdische Wurzelknöllchen, die sich am Ende von fadenförmigen Seitenwurzeln bilden. Diese dienen als Speicherorgane für Nährstoffe (Stärkegehalt von ca. 25 bis 30%) und Wasser. Diese Energie, bzw. Wasserreserve benötigen sie, weil die Art sich ab Juni bis zum Frühling im Jahr darauf, in den Boden zurückzieht (um die sommerliche Dürrephase und den Winter zu überdauern). Die Knollen sind gekocht essbar (nur sehr geringe Gehalte an Salicylaten) und offenbar nur leicht bitter. Es wird ausserdem beschrieben, dass der Geschmack an Topinambur erinnern würden.
Gemeinsamkeiten (u.a.)
Blütenstand, Blütenform und -Farbe
Unterschiede (u.a.)
10-30 Fiederpaare pro Blatt; Fiedern lanzettlich, kleiner und am Rand grob gezähnt bis fiederförmig
meist 6 Kronblätter


zum Autor: Hallo, ich bin David und ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Wildpflanzen. Ich betrachte und behandle das ganze Thema Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen rational, evidenzbasiert und mit einer gesunden Portion Realismus
Ich bin leidenschaftlich gerne in der Natur unterwegs, egal ob zum Spazieren, Wandern, Biwaktouren oder Trailrunning.
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