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Gelée
Ähnlich wie der wilder Honigersatz, stellt auch ein Gelée ein leckerer Brotaufstrich dar. Bei der Zubereitung wird Gelierzucker statt «normaler Zucker» verwendet. Gelierzucker enthält nebst dem Zucker auch noch Säuren und Pektin. Diese Kombination sorgt dafür, dass sich beim Abkühlen des Auszugs eine gelierartige Masse bildet. Wie beim Sirup oder Honig müssen die Gläser steril sein (vorher auskochen und trocknen). Bei dunkler und kühler Lagerung ist ein Gelée ungeöffnet mehrere Monate haltbar.

nutzbare Wildpflanzenteile > zur Liste nach Geschmack, Pflanzenteil und Art
angenehm, intensiv duftende Blüten
würzige Blätter
> beliebt sind u.a. Blüten vom Schwarzer Holunders oder Robinie, sowie die Nadeln der Gemeinen Fichte
Zutaten (Menge ergibt ca. 1l Gelée)
1l Wasser (oder Apfelsaft)
2-3 Zitronenschalen
1kg Gelierzucker (bei Gelierzucker «2:1» nur ca. 0.7kg)
Zitronensaft: ca. ½ Zitrone ausgepresst
Pflanzenteile: So viel, dass das Wasser die Pflanzenteile gerade vollständig bedeckt.
Zubereitung
Pflanzenteile in den Topf füllen
Wasser dazugeben (so viel Wasser dem Topf dazugeben, dass alle Pflanzenteile gerade vollständig von Wasser bedeckt sind)
Zitronenschalen dazugeben
das Ganze Aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen
Vom Herd nehmen und bei geschlossenem Deckel ca. 24 Stunden ziehen lassen
Pflanzenteile aus dem Auszug abseihen (mit Sieb, Kaffeefilter oder «durch ein Tuch pressen» > so dass der Auszug frei von Schwebstoffen ist)
Gelierzucker und Zitronensaft dem Auszug dazugeben
das Ganze unter regelmässigem Rühren und sprudelnd ca. 5 min lang einkochen und dabei regelmässig eine «Abkühlprobe» machen
> Abkühlprobe: Eine kleine Probe wird auf einen kalten Teller gelegt, wodurch sich diese rasch auf nahezu Raumtemperatur abkühlt. Ein kalter Teller bekommt man, indem dieser für ca. 1 Minute im kalten Wasser abgespült wird.
Sobald bei der «Abkühlprobe» die gewünschte Konsistenz erreicht ist wird das kochend-heisse Gelée in die Einfachgläser abgefüllt. Diese werden sofort verschlossen.
> bedarfsweise können am Ende des Einkochens und vor dem Abfüllen noch ein paar Blüten als Dekoration hinzugefügt werden
> zu lange Kochzeit: bei zu langer Kochzeit werden die Pektinketten zerstört, was die Gelierfähigkeit abmindert (dann kann man jedoch zumindest die Rezeptur wie ein Honigersatz zu einer festen Konsistenz eindicken)
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