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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

"Honig"


Beim Löwenzahnhonig oder auch dem Fichtenhonig handelt es sich nicht um einen Honig im eigentlichen Sinne, d.h. für die Zubereitung wird kein echter Honig verwendet. Stattdessen wird ein Sirup am Ende so stark eingedickt, dass dieser eine honigartige Konsistenz bekommt und am Ende im Sinne eines Honigersatzes als Brotaufstrich genutzt werden kann. Das dabei entstehende Produkt fühlt sich dabei nicht nur wie ein echter Honig an, sondern schmeckt z.B. im Falle von Löwenzahn verblüffenderweise auch sehr honigartig und ist ausserdem 100% vegan!



Zu beachten ist, dass die Konsistenz des «Honigs» nach dem Abkühlen bei Raumtemperatur deutlich zäher ist, als beim Abfüllen (ca. 100°C). Aus diesem Grund muss während dem Eindicken regelmässig die Konsistenz mit einer «Abkühlprobe» (siehe weiter unten) überprüft werden. Ist die Konsistenz des «Honigs» zu zäh, dann lässt sich dieser nämlich nur mit sehr viel Mühe übers Brot streichen.


Nutzbare Wildpflanzenteile > zur Liste nach Pflanzenteil, Geschmack und Art

  • angenehm, intensiv duftende Blüten

  • würzige Blätter

  • Dekokt aus würzigen Wurzeln (wie z.B. der Wald-Engelwurz) > Zubereitung erfolgt dabei erst ab Punkt 7

> beliebt sind u.a. Blüten von Löwenzahn oder Schwarzer Holunder, Fruchtsaft des Schwarzen Holunders (!) oder die Nadeln der Gemeinen Fichte, Blüten oder Wurzeln der Wald-Engelwurz,…


Vorbereitung

  • Blüten: von allen anderen Pflanzenteilen (Stängel, Hüllkelch, Blütenstand-achse, etc.) trennen

  • ältere Nadeln: kleinhacken


Zutaten (für ca. 2 Einmachgläser)

  • 1l Wasser

  • 2-3 Zitronenschalen

  • 1kg Zucker (gleiche Gewichtsmenge wie der Auszug)

  • Zitronensaft (ohne Schwebstoffe!)

  • Pflanzenteile: So viel, dass das Wasser die Pflanzenteile gerade vollständig bedeckt.


Zubereitung

  1. Pflanzenteile in den Topf füllen

  2. Wasser dazugeben (so viel Wasser dem Topf dazugeben, dass alle Pflanzenteile gerade vollständig vom Wasser bedeckt sind)

  3. Zitronenscheiben dazugeben

  4. das Ganze Aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen

  5. vom Herd nehmen und bei geschlossenem Deckel ca. 24 Stunden ziehen lassen

  6. Pflanzenteile aus dem Auszug abseihen (mit Tee- oder Kaffeefilter oder «durch ein Tuch pressen» > so dass der Auszug frei von Schwebstoffen ist

  7. Zucker und Zitronensaft dem Auszug / Fruchtsaft / Wurzel-Dekokt dazugeben

  8. das Ganze ca. 30-30min einkochen und dabei regelmässig eine «Abkühlprobe» machen

    > Abkühlprobe: Eine kleine Probe wird auf einen kalten Teller gelegt, wodurch sich diese rasch auf nahezu Raumtemperatur abkühlt. Ein kalter Teller bekommt man, indem dieser für ca. 1 Minute im kalten Wasser abgespült wird.

  9. Sobald bei der «Abkühlprobe» die gewünschte Konsistenz erreicht ist (ist in der Regel nach ca. 20-30 Minuten der Fall), wird der entstandene Honig in die Einfachgläser abgefüllt. Diese werden sofort verschlossen.




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