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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Rosengewächse (Rosaceae)


Bei den Rosengewächsen handelt es sich nicht nur um «Rosen», sondern auch um viele der bekannten heimischen Straucharten und Kulturpflanzen (sowohl Bäume und Sträucher, als auch krautige Pflanzen), die kulinarisch beliebte Früchte bilden.


Gemeinsam haben die Arten, dass sie meist prächtige Blüten bilden (so wie die Rosen eben) und diese oft einen intensiven Duft aufweisen.


Bekannte Wildpflanzen der Rosengewächse: Wildrosen, Weissdorn, Schlehe, Vogelbeere, Traubenkirsche, Mispel, Wald-Erdbeere, Brombeere, Himbeere, Gänse-Fingerkraut, Frauenmantel, Mädesüss,..


Bekannte Kulturpflanzen der Rosengewächse: Zuchtrosen, Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche, Zwetschge, Mandeln,…


Blätter: Die Blätter sind immer wechselständig angeordnet. Meist sind auch Nebenblätter vorhanden. Ansonsten kann die Blattform sehr unterschiedlich ausgestaltet sein.


Zwei Pflanzen aus der Familie der Rosengwächse: links junge Pflanze mit hellgrünen Blättern vor schwarzem Hintergrund, rechts eine Pflanze mit grünen Blättern vor unscharfem Hintergrund.
Gefiedertes Blatt des Echten Mädesüss (links) und einfache Blätter des Schlehdorns (rechts). Die Blätter können in der Form der unterschiedlich ausgebildet sein, sind jedoch immer wechselständig angeordnet.

Blüten: Bei den meist zwittrigen Blüten ist die radiärsymmetrische Form charakteristisch. Dabei treten 5 Kron- und Kelchblätter auf, die nie verwachsen sind. Manchmal ist nebst dem eigentlichen Kelch auch noch ein Aussenkelch vorhanden. Die Kronblätter sind oft weiss oder gelb (manchmal auch rot oder rosa) gefärbt. Die Anzahl der (in der Regel freien, d.h. nicht verwachsenen) Staubblätter ist sehr variabel und beträgt meist um die 20 (also eher viele!). Auch die Anzahl und Ausbildung der (freien oder verwachsenen) Fruchtblätter ist je nach Art unterschiedlich (ober- bis unterständig, frei bis verwachsen).

Nahaufnahme von zwei weißen Blüten aus der Familie der Rosengwächse mit gelben Staubblättern, daneben ein Diagramm der Kelchblätter und Beschriftungen auf grünem Hintergrund.
links: Vogelkirsche - 5 weisse, rundliche Kronblätter und viele Staubblätter sind typisch für Rosengewächse; rechts: Kelch und Aussenkelch der Hügel-Erdbeere

Früchte: Die Früchte können sehr unterschiedlich ausgestaltet sein. Ein bestimmter Fruchttyp gibt es bei den Rosengewächsen (Rosaceae) nicht. Was jedoch nie vorkommt sind Beeren. Beispiele von Fruchttypen innerhalb der Familie

  • Balgfrucht: bei der Unterfamilie Spiraeoideae weit verbreitet (z.B. Wald-Geissbart)

  • Steinfrucht: Es ist der Fruchttyp der Steinobstgewächse (Tribus Amygdaleae innerhalb der Unterfamilie Spiraeoideae), bei denen die Blüte nur ein Fruchtblatt aufweist (z.B. Pfirsich)

  • Nussfrucht: bei den einigen Arten der Unterfamilie Rosideae (z.B. beim Echten Mädesüss)

  • Sammelnussfrucht: häufig bei den Arten der Unterfamilie Rosideae, deren Blüten viele oberständige, getrennte Fruchtblätter aufweisen (z.B. Erdbeere)

  • Sammelsteinfrucht: Typischer Fruchttyp der Gattung Rubus (z.B. Himbeere) innerhalb der Unterfamilie Spiraeoideae

  • Apfelfrucht: Es ist der Fruchttyp der Kernobstgewächse (Pyrinae, ein Untertribus innerhalb der Unterfamilie Spiraeoideae) mit ihren unterständigen Fruchtblättern (z.B. Kultur-Apfel)


Die traditionelle innere Systematik innerhalb der Rosengewächse wurde weitgehend revidiert und ist dadurch leider sehr kompliziert geworden.


Von den ähnlich aussehenden Blüten der Familie der Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae) grenzen sich die Rosengewächse durch das Vorhandensein von Nebenblättern ab. Ausserdem haben die Blüten der Hahnenfussgewächse nie einen Aussenkelch.

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