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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Kieferngewächse (Pinaceae)


Bei den Kieferngewächsen handelt es sich um Nadelbäume.


Bekannte Wildpflanzen der Kieferngewächse: Fichten, Weisstanne, Lärchen, Kiefern, Douglasien,…


Blätter: Es handelt sich um dünne, nadelförmige Blätter (Nadeln). Durch die geringere Oberfläche wird dabei der Wasserverlust reduziert. Dies ist v.a. darum von Vorteil, weil viele Nadelbäume immergrün sind, d.h. die Nadeln bleiben auch über den Winter durch am Baum. Eine Ausnahme stellen die Lärchen dar, welche im Herbst jeweils ihre Nadeln abwerfen.


Die Kutikula der Nadeln ist meist sehr dick ausgeprägt, um den Wasserverlust weiter zu minimieren. Es wundert deshalb nicht, dass sich Nadelbäume meist auch an extremen Standorten (Kälte, Trockenheit, Gebirge, etc.) noch einigermassen wohlfühlen.


Nahaufnahme von dichten, grünen Kiefernzweigen mit Nadeln. Im Hintergrund verschwommene Blätter. Natürliche, ruhige Waldstimmung.
die Blätter der Kiefergewächse sind Nadeln (hier am Beispiel der Waldkiefer)

Blüten: Die Kieferngewächse (Pinaceae) gehören im Gegensatz zu den eben genannten Familien zu den Nacktsamern (Gymnospermen). Diese sind erdgeschichtlich etwas älter und bilden nur primitiv aufgebaute Blüten.


  • Weiblicher Blütenstand: Die Zapfen der Fichten (im Volksmund «Tannenzapfen») dürften allen bekannt sein. Darin befinden sich die Samen, welche nach dem Öffnen des Zapfens mit dem Wind fortgetragen werden. Der Zapfen entsteht bereits früher und zwar als weiblicher Blütenstand. Dabei handelt es sich um eine stark gestauchte Sprossachse, an der (meist spiralig) Samenschuppen angeordnet sind (siehe Bild unten). Die Samenschuppen stellen dabei die (primitiven) Einzelblüten dar. Auf deren Oberseiten befinden sich die Samenanlagen. An der Sprossachse des Zapfens zweigen ausserdem noch die Deckschuppen ab, welche die Tragblätter der Samenschuppen darstellen.


Foto und Diagramm des Aufbaus eines weiblichen Blütenzapfens aus der Familie des Kieferngewächse am Beispiel eines Kiefernzapfens. Mit markierten Teilen: Samenanlage, Samenschuppe, Deckschuppe.
Aufbau eines weiblichen Blütenzapfens am Beispiel der Waldkiefer (bearbeitet (David Büsser I Beschriftungen und Zusammensetzung) aus Nefronus - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=80856288 und Ivar Leidus, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons)

  • Männlicher Blütenstand: Die männlichen Blütenzapfen bestehen aus einem «Blütenstand», d.h. eine Hauptachse («Zapfenachse») mit meist spiralig angeordneten Staubblättern. An deren Unterseite befinden sich miteinander verwachsene Pollensäcke (je nach Art 2-20 an der Zahl), wo die Pollen gebildet werden. Die Pollen selbst können Luftsäcke (so etwas wie angehängte «Ballone») besitzen, welche sie einfacher im Wind schweben lässt.


Foto und Diagramm des Aufbaus eines  männlichen Blütenzapfens aus der Familie des Kieferngewächse am Beispiel eines Kiefernzapfens. Mit markierten Teilen: Zapfenachse, Staubblatt, Pollensack, Pollensack, Pollen, Luftsäcke
Aufbau eines männlichen Blütenzapfens am Beispiel der Waldkiefer (bearbeitet (David Büsser I Beschriftungen und Zusammensetzung) aus CC BY-SA 3.0 und ©Kazakova Maryia - stock.adobe.com)

Zapfen: Es bilden sich keine Früchte aus, nicht zuletzt, weil ihre Blüten keine Fruchtknoten beinhalten. Die Samen werden stattdessen in verholzten Zapfen aufbewahrt (siehe S. 86). Diese bilden sich aus dem weiblichen Blütenstand.


Diagramm wie sich bei den Arten aus der Familie der Kieferngewächse aus einem weiblichem Blütenstand (Blütenzapfen) ein reifer Zapfen bildet. mit Beschriftungen: Samenanlage, Samenschuppe, Deckschuppe.
Aufbau eines Zapfens der Wald-Kiefer: Bei der Reifung verholzt der Zapfen und nimmt an Grösse zu (bearbeitet (David Büsser I Beschriftungen) aus Nefronus - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=80856288))

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