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Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae)
Die Hahnenfussgewächse sind eine Familie, welche die Sammler/-innen von essbaren Wildkräuter eher wenig interessieren dürfte. Denn es handelt sich hauptsächlich um Giftpflanzen. Bei allen Arten kommt dabei der Giftstoff «Protoanemonin» vor. Dieser dient dem Frassschutz und wird beim Trocknen abgebaut. Getrocknete Pflanzenteile der Hahnenfussgewächse dürfen aber trotzdem nicht einfach verzehrt werden, da sie meist noch eine Reihe weiterer Giftstoffe enthalten. Vereinzelt können gewisse Arten zu gegebenem Zeitpunkt in kleinen Mengen verzehrt werden, wie z.B. das Scharbockskraut vor der Blüte.
In der Regel sind es krautige Pflanzen, die sich eher in nasser Umgebung oder im Gebirge wohl fühlen. Es handelt sich innerhalb der Bedecktsamer um eine erdgeschichtlich eher ältere Familie.
Bekannte Wildpflanzen der Hahnenfussgewächse: Scharbockskraut, Hahnenfusse, Buschwindrösschen, Trollblumen, Sumpfdotterblume, Eisenhüte, Akelei,…
Blätter: Die Blätter sind wechselständig (häufig in einer Grundrosette) angeordnet, mit Ausnahme der Waldreben, die meist gegenständig sind. Die Form kann sehr unterschiedlich ausgebildet sein. Oft sind die Blätter handförmig gefiedert.
Blüten: Die Form ist meist radiärsymmetrisch. Es befinden sich meist viele Staubblätter auf der Blüte. Die ebenfalls zahlreichen Fruchtblätter sind oberständig angeordnet. Die Anzahl der Kronblätter beträgt meist 5 bis 6 oder mehr. Sehr oft bilden die Blüten ein Perigon (einfache Blütenhülle), d.h. Kron- und Kelchblätter sehen gleich oder ähnlich aus. Sie sind meist gelb, violett oder weiss gefärbt. Für Hahnenfussgewächse sind ausserdem Nektar absondernde Honigblätter typisch. Die Kronblätter bilden manchmal Sporne aus, um den Nektar schwer zugänglich zu machen. Solche Blüten werden vor allem von Insekten mit langen Rüsseln, wie z.B. Hummeln, besucht.

Früchte: Es bilden sich je nach Art unterschiedliche Fruchttypen aus. Meist sind es Balg- oder Nussfrüchte, manchmal auch Sammelbalgfrüchte, Beeren oder Sammelnussfrüchte.
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