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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Rossminze / Waldminze (Mentha longifolia)


Illustration der Rossminze (Mentha longifolia). Graphisch sehr übersichtlich sind Bestimmungsmerkmalen darübergezeichnet. Das Bild ist gut für die Bestimmung der Art geeignet. Begriffe sind u.a. kreuzgegenständig, Stängel 4-kantig, Blatt länglich-oval bis lanzettlich, am Rand gezähnt, Unterseite weissfilzig, Lippenblüten in endständigen, spitzkegeligen Blütenständen, usw.

Seite erstellt von David Büsser - Wildkräuterexperte

Familie: Lippenblütler (Lamiaceae), Gattung: Minze (Mentha)

"ein häufige wilde Minzen-Art, die man in Gräben und auf feuchten Weiden findet - ihr Geruch ist typisch minzig, wird von gewissen Leuten teils aber auch als etwas unangenehm empfunden"

 

Bestimmungsmerkmale und Lebensraum

Blätter: kreuzgegenständig; sitzend bis kurz gestielt, länglich-oval bis lanzettlich, 6 bis 10cm lang; Blattrand spitz nach vorne gezähnt; OS leicht behaart; US weissfilzig


Stängel: 4-kantig; aufrecht; verzweigt; bis 1m hoch; anliegend behaart


Blüten: in endständigen, dichten, spitzkegeligen Ähren angeordnet, blüht Juli bis September

Früchte: 4-teilige Klausenfrucht (4 Nüsschen, die unreif zusammengewachsen sind und sich danach voneinander lösen), die in der Kelchröhre eingebettet sind


Zeigerwerte: halbschattig, sehr feucht (stark wechselnde Feuchtigkeit), nährstoffreich, neutral bis basisch


typische Standorte: Gräben, nasse Weiden

Fotos

Verwendung​

wichtige Inhaltsstoffe: Ätherische Öle (v.a. Piperitonoxide, Piperiton,1.8-Cineol, Limonen, Menthon, Carvon, Pulegon, Beta-Caryophyllen…), Flavonoide, Rosmarinsäure


Giftigkeit: Die Rossminze ist ungiftig / problemlos essbar.


mögliche Kulinarische Verwendung: zu den Grundrezepten


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Sammelkalender​


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Spannendes über die Art

Die Rossminze gehört zur Gattung der Minzen, dessen bekanntester Vertreter die Pfefferminze (Mentha x piperita) ist. Diese ist eine Kreuzung aus der Ährigen Minze (Mentha spicata) und der Wasserminze (Mentha aquatica). Die Ährige Minze sieht der Rossminze sehr ähnlich, tritt bei uns jedoch deutlich seltener auf. Die Rossminze hingegen findet man sehr häufig auf feuchten Weiden (bzw. Weidemulden) oder auch in periodisch nassen Mulden. Typisch ist ein unterirdisches Geflecht aus horizontalen Rhizomen, mit denen sich die Art seitlich ausbreiten kann. Dabei treiben aus den Rhizomen heraus immer wieder neue oberirdische Triebe und Wurzeln aus, wodurch rasch grössere Bestände gebildet werden können.


Die Pflanzenteile weisen einen typischen Menthol-Geruch auf, obwohl im Gegensatz zu anderen Vertretern der Gattung Minze (Mentha) nur wenig Menthol darin enthalten ist. Stattdessen kommt der Dufteindruck durch die Mischung anderer Ätherische Öle, die in der Gesamtheit einen ähnlichen Geschmackseindruck verursacht. Von gewissen Menschen wird der Geruch der Ross-Minze auch als leicht unangenehm oder «Petrolium-ähnlich» empfunden.

 

mögliche Verwechslungen

Ährige- / Grüne- Minze (Mentha spicata)


Es handelt sich um eine mediterrane Art, die in Mitteleuropa v.a. in Gärten kultiviert wird und dabei selten an warmen-sonnigen Standorten sich in die freie Natur verwildern kann.


Gemeinsamkeiten (u.a.)

  • sehr ähnlich (Blattform, Stängel, Blüten, etc.)


Unterschiede (u.a.)

  • ganze Pflanze +/- kahl (Blätter beidseitig grün)

  • Stängel oft leicht rötlich

  • typischer (etwas "medizinischer") "Spearmint-Kaugummi"-Geruch

  • Vorkommen an hellen Standorten (auf Äckern, in Gräben, wechselfeuchten Krautsäumen, usw.)


Unterschiede / Unterscheidungsmerkmale der Ährigen Minzen / Grünen Minze gegenüber der Rossminze


zum Autor vom Phytikon: Hallo, ich bin David und ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Wildpflanzen. Dabei gebe ich mein Wissen auch in Kursen weiter. Ich betrachte und behandle das ganze Thema Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen rational, evidenzbasiert und mit einer gesunden Portion Realismus.

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Ich bin leidenschaftlich gerne in der Natur unterwegs, egal ob zum Spazieren, Wandern, Biwaktouren oder Trailrunning.

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Verwendung Kulinarik und Phytotherapie
Beschreibung
mögliche Verwechlungen
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