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Wasserminze (Mentha aquatica)

Seite erstellt von David Büsser - Wildkräuterexperte
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae), Gattung: Minze (Mentha)
"eine wilde, angenehm duftende Minze-Art, die vor allem in Wassernähe vorkommt"
Bestimmungsmerkmale und Lebensraum
Blätter: kreuzgegenständig; kurz gestielt; (meist rundlich-) eiförmig; 2-5cm lang; unregelmässig gesägt bis gekerbt (Zähne wenig tief); behaart; starker Minzen-Geruch
Stängel: 20 bis 50 cm hoch (teils bis 1m); aufrecht; 4-kantig, oft rötlich; abstehend behaart; oft mit oberirdischen Ausläufern
Blüten: in den Blattachseln und endständig in kugelig-kopfartigen dichten Ähren angeordnet; Einzelblüten rosa bis lila; ca. 5-7mm lang, Ober-, Unter- und Seitenlippen ungefähr gleich lang; Kronröhre innen behaart; blüht Juli bis Oktober
Früchte: 4-teilige Klausenfrucht (4 Nüsschen, die unreif zusammengewachsen sind und sich danach voneinander lösen), die in der Kelchröhre eingebettet sind
Zeigerwerte: halbschattig, nasse (stark wechselnde Feuchtigkeit), mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich, schwach sauer bis neutral
typische Standorte: Ufer, Gräben, Auenwälder, Flachmoore
Fotos



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Verwendung
wichtige Inhaltsstoffe: Ätherische Öle (v.a. Menthofuran, 1.8-Cineol, Limonen, Menthon, Menthol, Pulegon,…), Flavonoide, Rosmarinsäure
Giftigkeit: Die Wasserminze ist ungiftig / problemlos essbar.
mögliche Kulinarische Verwendung: zu den Grundrezepten
Blätter / Blüten (würzig, kühlend > mehr dazu): Salat, Gewürz, Kräutersalz, Kräuterbutter, Aufstriche, Tee, Limonade, Sirup, Likör, Kräuteressig, Kräuteröl
Sammelkalender


Spannendes über die Art
Wie im Name bereits ersichtlich, kommt die Wasserminze v.a. in Wassernähe, d.h. an Ufern und in Mooren vor, wo der Standort oft wassergesättigt ist, denn hier kann die Art mit ihrer Nässe-Toleranz punkten. Sie kann sich durch ober- und unterirdische Ausläufer seitlich ausbreiten und dabei immer wieder neue Wurzeln und aufrechte Sprosse bilden, während die Verbindungen zur Mutterpflanze jeweils am Ende der Vegetationsperiode verloren gehen. Bodennahe Blätter sind teils auch wintergrün. Die Art hat einen ausgeprägten Minze-Geruch, der von den enthaltenen Ätherischen Ölen ausgelöst wird.
Die Wasserminze gehört zur Gattung der Minzen, dessen bekanntester Vertreter die Pfefferminze (Mentha x piperita) ist. Die Pfefferminze ist eine Kreuzung aus der Wasserminze (Mentha aquatica) und der Ährigen Minze (Mentha spicata) und entstand durch Zufall im Jahr 1696 in England, genauer gesagt im Kräuteranbaugebiet von Mitcham, einem Stadtteil von London (>>> mehr dazu in der Pflanzenbeschreibung von Pfefferminze).
mögliche Verwechslungen
Acker-Minze (Mentha arvensis)
Gemeinsamkeiten (u.a.)
sehr ähnlich (Blattform, Behaarung, Stängel, Blüten, etc.)
Unterschiede (u.a.)
Stängel maximal 35cm hoch, teils auch niederliegend
Blütenstand nicht kugelig-kopfartig, am Stängelende meist keine Blüte, sondern ein Blattpaar
Vorkommen auf wechselfeuchten Äckern, Schutzplätzen und Waldweg-Ränder


zum Autor vom Phytikon: Hallo, ich bin David und ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Wildpflanzen. Dabei gebe ich mein Wissen auch in Kursen weiter. Ich betrachte und behandle das ganze Thema Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen rational, evidenzbasiert und mit einer gesunden Portion Realismus.
Ich bin leidenschaftlich gerne in der Natur unterwegs, egal ob zum Spazieren, Wandern, Biwaktouren oder Trailrunning.
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