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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Spitzwegerich (Plantago lanceolata
Illustration des Spitzwegerichs (Plantago lanceolata). Graphisch sehr übersichtlich sind Bestimmungsmerkmalen darübergezeichnet. Das Bild ist gut für die Bestimmung der Art geeignet.

Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae), Gattung: Wegerich (Plantago)

"Der Spitzwegerich ist ein pilzartig schmeckendes Kraut für Salat. Tee, Gemüse, usw. Weiter ist er eine Heilpflanze bei Insektenstichen und Reizhusten."

 

Bestimmung

Blätter: in einer Grundrosette angeordnet; ungestielt; lanzettlich-spitz, 10 bis 20 cm lang, am Grund ausdünnend; ganzrandig (bis wenige Zähne); mit 5-7 Längsnerven (oben eingedrückt, unten hervortretend)


Blüten: am Ende des 10 bis 40 cm hohen, gefurchten-blattlosen Stängels in kugeligen bis zylindrischen Ähren angeordnet; in der Ähre blühen die Einzelblüten von unten nach oben auf (Einzelblüten vorweiblich); Griffel weiss; Staubblätter beige; blüht ab ca. April bis in den Herbst hinein


Früchte: braune Kapselfrucht mit 2 Samen


Zeigerwerte: hell, frisch (Feuchtigkeit wechselnd), mässig nährstoffarm bis nährstoffreich, schwach sauer bis neutral, salztolerant


typische Standorte: Wiesen, Weiden, gelegentlich auf Ruderalflächen

 

Fotos

Verwendung

wichtige Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Aucubin, Gerbstoffe


mögliche Kulinarische Verwendung: zu den Grundrezepten


  • Blätter (aromatisch, leicht pilzartig, herb > mehr dazu): Salat, Beigabe im Salat, Kräuterbutter, Kräuterquark, Aufstriche, Blattgemüse, Gemüsebeigabe, Suppe, Sauce, Tee, Limonade, Streckmehl; Der Pilzgeschmack entfaltet sich etwas stärker beim Andünsten der Blätter. Die Blätter im Innern der Grundrosette sind angeblich aromatischer.


  • Blütenstände reif oder im Knospenstadium (aromatisch, pilzartig, herb > mehr dazu): roher Snack vor Ort, Beigabe im Salat, Kräuterbutter, Kräuterquark, Aufstriche, Wildgemüse (ideal zu Risotto), Gemüsebeigabe, Suppe, Falsche Kapern


  • *Früchte unreif oder reif / Samen (aromatisch, nussig, herb > mehr dazu): roher Snack vor Ort, Beigabe im Salat / Gemüse oder zu diversen weiteren Gerichten wie z.B. Müesli,… (reife Früchte am besten vorher etwas rösten);

    *von Samen, die nicht im Wasser vorgequellt werden, nicht Unmengen davon konsumieren (in der Samenschale enthaltene Schleimstoffe quellen sonst im Magen/Darm und wirken dadurch abführend)


  • Rhizome (aromatisch, nussig, herb > mehr dazu): Beigabe im Salat, Gemüsebeigabe


Verwendung in der Phytotherapie zum Disclaimer über Heilpflanzen-Angaben: Der Spitzwegerich wirkt durch das enthaltene Aucubin lokal entzündungshemmend und lokal antibakteriell. Ausserdem enthält das Kraut auch noch Schleimstoffe, die auf Haut und Schleimhäutem beruhigend wirken, resp. in den Fruchtschalen ist der Gehalt so hoch, dass bei hohen Verzehrmengen auch eine abführende Wirkung zu beobachten ist. Weiter sind auch noch die enthaltenen Gerbstoffe zu erwähnen. Typische Indikationen, wo der Spitzwegerich helfen kann, sind:


  • Insektenstiche, Sonnenbrand, oder Brennnesselstiche: Der Pflanzensaft führt zu einer Kühlung und Beruhigung der betroffenen Hautpartien. Hierzu werden die Blätter stark zerrieben, bis der Pflanzensaft austritt (dauert eine Weile). Der Saft wird dann auf die betroffenen Stellen auf der Haut aufgetragen. Die Wirkung ergibt sich aus einer Kombination von Wasser-Verdunstung (Entzug der Verdunstungswärme) und dem beruhigenden Effekt der Schleimstoffe (führt auf gereizter Haut zu einem subjektiven Kühlempfinden). Eventuell ist auch noch das entzündungshemmende Aucubin an der beruhigenden Wirkung beteiligt. Achtung; Eine Spitzwegerich-Salbe kühlt nicht! Dies weil dort die zentralen Wirk-Komponenten Wasser, Schleimstoffe und Aucubin fehlen. Für entsprechende Anwendungen werden deshalb nicht Salben, sondern Cremes verwendet.


  • Wunden: Der Spitzwegerich wird wegen dem lokal antibakteriell wirkenden Aucubin (plus Gerbstoffe) oft zur Desinfektion von Wunden empfohlen. Hierzu werden Umschläge aus einem Teeauszug verwendet. Das direkte Auftragen des Pflanzensaftes aus den zerquetschten Blättern ist zwar auch möglich, allerdings wird teils auch davon abgeraten (Keime auf der Blattfläche, die evtl. Infektionen auslösen können). Falls man trotzdem frische Blätter auf eine offene Wunde aufträgt, dann bitte nur saubere Blätter verwenden!


  • Reizhusten: Ein Tee (ca. 1.4 bis 2 g bzw. 2 bis 3 TL des getrockneten und zerkleinerten Krautes in 150ml kochend-heissem Wasser 10min ziehen lassen, Anwendung 2 bis 3x täglich) lindert durch die enthaltenen Schleimstoffe den Hustenreiz, indem es auf den Schleimhäuten im Rachen und Kehlkopf einen Schutzfilm bildet, was die dortigen gereizten sensorischen Rezeptoren beruhigt. Die zusätzlich oft in Wildkräuterbüchern beschriebene schleimlösende (Auswurf-fördernde) Wirkung wird in der evidenzbasierten Literatur nicht erwähnt und es sind im Spitzwegerich auch keine entsprechenden Wirkstoffe bekannt. Die Anwendung als Schleimstoffdroge für die symptomatische Behandlung von Reizungen in Mund und Rachen und dem damit verbundenen trockenen Husten und auch zur Linderung von Husten im Zusammenhang mit Erkältungen wird von HMPC als «traditional use» anerkannt.


  • Entzündungen im Mund-Rachenraum: Auch da macht man sich die lokal entzündungshemmend-antibakteriellen Inhaltsstoffe zunutze. Hierzu wird der Teeauszug (siehe Abschnitt «Reizhusten» oben) mehrmals am Tag gegurgelt.

Beschreibung

Der Endung «-Wegerich» deutet bereits darauf hin, dass die Art auf Trampelpfaden gerne auftritt. Tatsächlich handelt es sich durch den Habitus als Grundrosette um eine trittfeste Art. Die Blätter sind robust und falls diese dennoch verletzt werden, dann treibt die Art rasch wieder neue Blätter aus. Der Spitzwegerich ist auch schnittfest und bildet nach dem Abmähen rasch wieder neue Triebe. Man findet ihn deshalb oft auf Wiesen, die regelmässig geerntet werden und dies sowohl auf nährstoffarmen Wiesen (Magerwiesen), als auch auf Fettwiesen. Auch auf Weiden und in Parks findet man den trittfesten Spitzwegerich sehr häufig. Trockenphasen und auch verdichtete Boden verträgt der Spitzwegerich verhältnismässig gut. Bei drei oder mehr Schnitten pro Jahr in der Wiese oder auch bei sehr hohem Nährstoffgehalt, wird er jedoch von anderen Arten (z.B. Löwenzahn) zunehmend verdrängt.


Die kleinen, unscheinbaren Blüten sind auf Windverbreitung ausgelegt, weshalb diese sehr exponiert (lange und herausragende Frucht- und Staubblätter) und funktional aufgebaut sind (ohne schönes Aussehen zum Insekten anlocken). Die Blüten werden trotzdem hin und wieder von Insekten besucht, welche dort den Pollen sammeln. Die Blüten sind zwar zwittrig, dennoch reifen die weiblichen Blütenorgane (Fruchtblätter) zeitlich vor den männlichen Blütenorganen (Staubblätter). Da sich innerhalb des Blütenstandes die Blüten schrittweise von unten nach oben entwickeln, findet man meist unterschiedliche Reifestadien auf verschiedenen Etagen vor. Wegen der Vorweiblichkeit findet man Blüten im männlichen Reifestadium jeweils unter den Blüten des weiblichen Reifestadiums, oft mit einem Überlappungsbereich dazwischen. Die Vorweiblichkeit der Blüten vermindert die Möglichkeit für Selbstbestäubung, die gerade bei Windverbreitung ein Thema ist. Falls während der Blütezeit keine Fremdbestäubung erfolgt ist, können sich die Fruchtblätter im Endstadium trotzdem auch noch von eigenem Pollen bestäubt werden (zwecks Fortpflanzungssicherheit), was dann meist in dem Bereich der Ähre auftritt, wo sich bei den Blüten reife Frucht- und Staubblätter zeitlich überlagern.


Sobald die braunen Früchte des Spitzwegerichs reif sind, öffnen sich diese deckelartig, wodurch die schwarzen Samen im Innern zu Boden fallen. Wenn die Samen nass werden, dann werden diese durch die enthaltenen Schleimstoffe in der Samenschale nicht nur schleimig, sondern auch klebrig. Damit können sich diese an Pfoten, Fell, Schuhsohlen, Kleider, Reifen, etc. anheften und so über grössere Distanzen verbreitet werden.


Der Spitzwegerich ist eine vielseitig einsetzbare Kulinarik- und Heilpflanze. Sein pilzartiger Geschmack, der vor allem bei den Blütenähren stark ausgeprägt ist, macht ihn dabei sehr einzigartig. Die Blätter stehen das ganze Jahr zur Verfügung, auch im Winter. Im Winter sind die Rosetten typischerweise dem Boden anliegend und die Blätter etwas kleiner und breiter. Die ersten Blüten und aufrechten Blätter findet man dann im April. Wenn dann die Wiesen im Verlaufe des Jahres gemäht werden, dann treiben bis in den Herbst hinein immer wieder neue frische Blätter und Blütenstände aus. Das Rhizom ist meist unverholzt bis leicht verholzt und eignet sich damit als nussig schmeckendes Gemüse, wobei es sehr klein ist (beim Breitwegerich ist es deutlich grösser und ergiebiger).


Die Früchte können bereits im unreifen Stadium gesammelt werden und sind dann herb-nussige Beigaben für diverse Gerichte. Dies gilt auch für die reifen Früchte, die auch angeröstet werden können. Man sollte die Früchte wegen den in den Samen enthaltenen Schleimstoffen (die im Darm quellen) nicht in Unmengen verzehren. Man kann die Samen von den Fruchtschalen isolieren, indem die Früchte erst zerrieben, dann auf die offene Handfläche gelegt und schliesslich die leichteren Schalen mit einem sanften Windstoss aus dem Mund weggeblasen werden (braucht etwas Übung). Die braunen Fruchtschalen selbst sind auch essbar, enthalten jedoch im Gegensatz zu den Samen keine wesentlichen Kalorien, sind eher hart und reich an Ballaststoffen.


Aus den Samen von anderen Wegerich-Arten, wie dem Flohsamenwegerich (Plantago afra) und dem Indischen Wegerich (Plantago ovata), gewinnt man die «Flohsamenschalen», die aufgrund ihrer quellenden Schleimstoffe in der Küche und zu Heilzwecken verwendet werden. Die Flohsamen bestehen zum grössten Teil aus der äusserten Schicht der Samen (den Samenschalen), zu einem gewissen Anteil aber auch aus der Fruchtwand. Denn die Samen sind bis kurz vor der Öffnung der Frucht (dem Zeitpunkt, bei dem sie geerntet werden) teilweise eng mit der Fruchtschale verbunden (jedoch nicht zusammengewachsen), so dass die beiden Bestandteile nicht komplett mechanisch getrennt werden können. Die Samenschalen vom Spitzwegerich werden teils die «heimischen Flohsamenschalen» genannt, obwohl diese im Gegensatz zu den «echten Flohsamenschalen» in der Kulinarik und der Phytotherapie keine Bedeutung haben.

 

mögliche Verwechslungen

Die anderen oft vorkommenden Vertreter der Gattung Wegerich (Plantago), wie der Breit- und der Mittlere Wegerich oder auch die alpinen Wegerich-Arten haben einen ähnlichen Geschmack und ähnliche Inhaltsstoffe und können deshalb ähnlich wie der Spitzwegerich verwendet werden.


Breitwegerich (Plantago major) - ungiftig/essbar, ähnliche Verwendung


Im Vergleich zum Spitzwegerich ist der Breitwegerich gegenüber Trittbelastung und auch Bodenverdichtung nochmal deutlich robuster, weshalb der Breitwegerich an viel begangenen, befahrenen Standorten wie Wegen, Weg-/Strassenränder, Parks, Trittrasen, Kiesstrassen, etc. sehr häufig auftritt. Er kommt ausserdem auch an halbschattigen Standorten zurecht, wodurch man ihn auch im Wald antrifft. Wie beim Spitzwegerich, erfolgt die Verbreitung u.a. über das Anhaften der klebrigen Samen an die Pfote, Schuhsohle oder Reifen. In Nordamerika ist die Art ein Neophyt und hat sich dort früher v.a. entlang der Wege, die von den europäischen Siedlern angelegt wurden, verbreitet. Deswegen und auch weil das Blatt an die Form einer Schuhsohle erinnert, wurde die Art von den Ureinwohnern als «Fussabdruck des weissen Mannes» bezeichnet.


Die Blätter vom Breitwegerich sind deutlich härter und zäher als beim Spitzwegerich und so deren kulinarischen Nutzung eigentlich nur im jungen Stadium empfehlenswert. Die Ernte der Fruchtstände ist dafür deutlich ergiebiger und einfacher als beim Spitzwegerich. So können die Früchte an den Blütenähren (die an einem Standort oft massenweise vorhanden sind) einfach von unten nach oben abgestreift werden. Auch das Isolieren der Samen von der Fruchtschale durch Zerreiben und anschliessendem Wegpusten funktioniert beim Breitwegerich deutlich einfacher als beim Spitzwegerich. Heiltechnisch kann der Breitwegerich eine Alternative zum Spitzwegerich sein, wobei man z.B. bei Insektenstichen viel weniger Pflanzensaft davon auspressen kann. Ausserdem wird oft anekdotisch berichtet, dass die Heilwirkung des Breitwegerichs schwächer sei. Die Breitwegerich-Blätter sind wegen ihrer Form allerdings beliebt als improvisiertes Blasenpflaster.


Gemeinsamkeiten (u.a.)

  • parallele Längsnerven

  • kleine unscheinbare Blüten in Ähren


Unterschiede (u.a.)

  • Blatt breit-eiförmig; am Grund «u»-förmig ausdünnend; Rand gewellt bis zerkraust

  • meist nur 4 bis 6 Längsnerven (kann aber bis 9 Nerven haben)

  • Ähre länglich (bis 20 cm lang) und kürzer gestielt

  • blüht erst ab Juni, dafür aber oft bis Ende Herbst

  • pro Kapselfrucht 6 bis 12 Samen


Verwechslung / Unterscheidungsmerkmale des Breitegerichs (Plantago major) gegenüber dem Spitzwegerich (Plantago lanceolata)


Mittlerer Wegerich (Plantago media) - ungiftig/essbar, ähnliche Verwendung


Der Mittlere Wegerich steht morphologischen etwas zwischen Spitz- und Breitwegerich, deshalb wohl auch der Name. Im Gegensatz zu den letzteren zwei, erfolgt die Bestäubung hauptsächlich über Insekten, deshalb auch die wunderschönen zartrosa und (durch den gebildeten Nektar) angenehm duftenden Blütenstände. Er kommt vor allem auf trockenen, extensiv genutzten Wiesen (sowohl bei Magerwiesen als auch Fettwiesen) und Weiden mit kalkhaltigem Boden vor. Die Samen haben im Gegensatz zu anderen Wegerich-Arten keine Samenhülle, so dass die Haftverbreitung keine so grosse Rolle spielt.


Gemeinsamkeiten (u.a.)

  • Längsnerven (5-9 Nerven)

  • Blüten in zylindrischen, lang gestielten Ähren


Unterschiede (u.a.)

  • Blatt oval-spitz, resp. kann auch dicht behaart sein

  • Blütenstängel rund; Staubfäden zartrosa; Blüten angenehm duftend

  • 3-8 Samen pro Frucht


Verwechslung / Unterscheidungsmerkmale des Mittleren Wegerichs (Plantago media) gegenüber dem Spitzwegerich (Plantago lanceolata)


Alpen-Wegerich (Plantago alpina) - ungiftig/essbar, ähnliche Verwendung


Der Alpen-Wegerich ist eine Bergpflanze, dessen Vorkommen auf die höheren Lagen der Alpen gebunden ist. Seine Standorte sind Wiesen, extensiv genutzten Weiden und Bergwanderwege über der Baumgrenze (selten auch etwas darunter). Die Pollenverbreitung erfolgt über den Wind. Die Samen haben keine schleimige Hülle.


Gemeinsamkeiten (u.a.)

  • längliche Blätter in Grundrosette

  • Blüten in lang gestielter Ähre


Unterschiede (u.a.)

  • Blätter kürzer (2-10cm) und deutlich dünner (6-20x so lang wie breit); nur 3 Nerven (oft sehr undeutlich), resp. jeweils seitliche Nerven nahe am Rand; unterste Blätter sehr kurz und 3-eckig

  • Stängel kleiner (5 bis 15cm hoch) und unterhalb des Blütenstandes zottig behaart

  • Ähre nur 1- 3cm lang, Staubbeutel gelb


Verwechslung / Unterscheidungsmerkmale des Alpen-Wegerichs (Plantago alpina) gegenüber dem Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

Berg-Wegerich (Plantago atrata) - ungiftig/essbar, ähnliche Verwendung


Wie der Alpen-Wegerich ist auch der Berg-Wegerich eine Bergpflanze. Auch er besiedelt vor allem Bergwiesen und extensiv genutzte Weiden über der Baumgrenze (teils auch etwas darunter), wobei er dabei auf kalkhaltigen Boden angewiesen ist und vor allem feuchte Standorte bevorzugt. Die Pollenverbreitung erfolgt über den Wind. Die Samen haben keine schleimige Hülle. Der Name «atrata» (= geschwärzt») kommt von den dunkelbraunen Perigonblättern, welche der Ähre eine etwas dunkle Erscheinung verleihen.


Gemeinsamkeiten (u.a.)

  • längliche Blätter in Grundrosette

  • Blüten in lang gestielter Ähre


Unterschiede (u.a.)

  • Blätter kleiner (4-12cm) und meist dem Boden anliegend (und gegen Blattende aufrichtend); meist nur 3 bis 5 Blattnerven

  • Stängel kleiner (5 bis 15cm hoch) rund und deutlich behaart, resp. unterhalb des Blütenstandes mit bis zu 2mm langen Haaren zottig behaart

  • Ähren kugelig bis kurz-zylindrisch, max. 1.5cm lang; Blüten mit dunkelbraunen Perigonblättern; Staubbeutel gelb

 

Verwechslung / Unterscheidungsmerkmale des Berg-Wegerichs (Plantago atrata) gegenüber dem Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

zum Autor: Hallo, ich bin David und ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Wildpflanzen. Ich betrachte und behandle das ganze Thema Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen rational, evidenzbasiert und mit einer gesunden Portion Realismus

Ich bin leidenschaftlich gerne in der Natur unterwegs, egal ob zum Spazieren, Wandern, Biwaktouren oder Trailrunning.

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