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Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Familie: Johanniskrautgewächse (Hypericaceae), Gattung: Johanniskräuter (Hypericum)
"als bekannte Heilpflanze bei Depressionen, kann die Art auch bei Sonnenbrand, Hautentzündungen, usw. sowie kulinarisch verwendet werden"
Bestimmungsmerkmale
Blätter: kreuzgegenständig; sitzend bis kurz gestielt; länglich-oval, 1 bis 4 cm lang; durchscheinend punktiert (durchsichtige Öldrüsen); ganzrandig; Blattrand oft nach unten gebogen; Am Blattrand mit schwarzen Drüsen; wenige steile (leicht gebogene) Seitennerven
Stängel: 0.3 bis 1 m hoch; geflügelt mit zwei Längskanten («2-kantig»); oben reich verzweigt; kahl; innen mit Markfüllung; am Grund leicht verholzt
Blüten: 5 gelbe lanzettliche Kronblätter, diese mit asymmetrischer Form (linke Seite vom Grund aus gesehen ist breiter, gesägt und am Blattrand schwarz punktiert); Blüten ca. 2 bis 3 cm breit; viele (50-60) gelbe Staubblätter; beim Zerreiben tritt der rot-färbende Stoff «Hypericin» aus; Einzelblüten in endständigen Rispen angeordnet; blüht Juni bis September
Früchte: schmal-eiförmige Kapselfrucht; bis 1cm lang
Zeigerwerte: halbschattig, mässig feucht (Feuchtigkeit mässig wechselnd), mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich, schwach sauer bis neutral
typische Standorte: Trockenwiesen, Waldweg-Rand, lichte Wälder, Waldrand
Fotos






Verwendung
wichtige Inhaltsstoffe: Hypericin, Hyperforin, Flavonoide (u.a Rutin, Hyperosid, Quercitrin, Catechin…),Phenolsäuren, Gerbstoffe, Ätherische Öle
Giftigkeit*: Das enthaltene Hyperforin kurbelt in der Leber gewisse Abbauenzyme an, wodurch der Abbau diverser Arznei-Wirkstoffe rascher vonstatten geht (was deren Wirksamkeit abmindert oder sogar ganz aussetzt). Davon betroffen ist u.a. die Antibabypille oder Medikamente gegen HIV. Das Hypericin wirkt ausserdem phototoxisch, so dass es bei gleichzeitiger Sonnenexposition zu Rötungen, Schwellungen, usw. kommen an. Diese beiden genannten Effekte (Abbau Arzneiwirkstoffe und Phototoxizität) sind jedoch nur bei der Einnahme hochdosierter Präparate wirklich relevant. Beim Tee sind die Wirkstoffmengen verhältnismässig gering.
mögliche Kulinarische Verwendung: zu den Grundrezepten
Blätter (aromatisch, herb, leicht adstringierend > mehr dazu): Beigabe im Salat, Tee
Blüten (leicht süsslich, herb > mehr dazu): essbare Dekoration, Tee

Verwendung in der Phytotherapie*: zum Disclaimer über Heilpflanzen-Angaben
Unterstützung der Wundheilung nach Verletzungen, bzw. Regeneration der Haut nach Sonnenbrand / leichten Verbrennungen (Grad I): Der Ölauszug aus den Blüten, der auch «Rotöl» genannt wird, hat eine traditionelle Anwendung zu Unterstützung der Wundheilung (von oberflächlichen, trockenen Wunden) und Hautregeneration nach Verbrennungen. Die Wirkung gilt als plausibel und der vermutete Hauptwirkstoff ist Hyperforin. Dieses fördert die Zellneubildung und wirkt antioxidativ (verhindert schädlicher oxidativer Stress im Wundgebiet). Weiter wirkt Hyperforin entzündungshemmend und antibakteriell. Ebenso antioxidativ und antientzündlich wirkt das Hypericin. Als weitere beteiligten Wirkstoffe werden auch die enthaltenen Flavonoide genannt. Verwendet werden die Blüten und die unreifen Früchte, denn v.a. dort sind die Wirkstoffe Hypericin und Hyperforin enthalten. Ebenfalls findet man Hyperforin auch in den Blättern (v.a. den oberen Stängelblättern), von denen auch von ein paar in den Auszug dazugefügt werden können. Um Schimmelbildung während dem Auszug zu vermeiden, werden die Pflanzenteile vor dem Auszug ganz leicht angewelkt (Achtung: Trocknen zerstört Hypericin) oder mit etwas Alkohol übergossen. Auch wenn traditionell (um „die Energie der Sonne aufzufangen“) Sonnenauszüge empfohlen werden, ist das keine gute Idee. Auch wenn mit dem UV-Licht durch die Aktivierung des Enzyms Hypoxidase die Umwandlung von Hypericin-Vorstufen zu Hypericin gefördert wird (und dadurch das Rotöl durch den höheren Hypericin-Gehalt noch roter wird), baut es andere Wirkstoffe (z.B. Hyperforin) ab und lässt so das Öl schneller ranzig werden. Die Auszugszeit beträgt idealerweise ca. 1 Monat. Die Anwendung erfolgt durch ein dünnes Auftragen des Rotöls mehrmals täglich. Möglich ist auch eine Weiterverarbeitungs des Rotöls zu einer Salbe. Die Anwendung für die symptomatische Behandlung von kleineren Hautentzündungen (wie Sonnenbrand) und zur Hilfe bei der Heilung von kleinen Wunden wird von HMPC als „traditional use“ anerkannt. Auch ESCOP anerkennt die Anwendung.
Keine Anwendung bei tiefen, nässenden, blutenden oder infizierten Wunden oder Brandblasen! Nicht anwenden, wenn die Hautabschnitte danach starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind !

Hautentzündungen / Neurodermitis: Diese Anwendung wird von HMPC und ESCOP anerkannt- Die Anwendung erfolgt bei trockenen Ekzemen ebenfalls durch Auftragen des Rotöls auf die betreffenden Stellen. Bei nässenden Ekzemen wird eine Creme verwendet, die aus dem Rotöl und einem Teeauzug hergestellt wird. Das Öl / Creme wird mehrmals pro Tag aufgetragen. Keine Anwendung bei infizierten, stark nässenden, bzw. stark entzündeten Ekzemen! Nicht anwenden, wenn die Hautabschnitte danach starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind !
leichte bis mittelschwere Depressionen: Verwendet werden die Blüten im Juni / Juni. Als Hauptwirkstoff in der Pflanze dient (wie bei der Wundheilung) das Hyperforin. Bei dem ebenfalls enthaltenen Hypericin und den diversen enthaltenen Flavonoiden wird eine Funktion als Hilfsstoffe vermutet. So weisen neuere Untersuchungen immer mehr darauf hin, dass v.a. eine synergistisch wirkende Stoffmischung relevant ist. Als Wirkmechanismus wird eine Beeinflussung der Botenstoffe in Gehirn vermutet, indem die Signalübertragung von Nervenzelle zu Nervenzelle gefördert wird (wo man vermutet, dass diese bei Depressionen gestört ist). Dies wird u.a. dadurch erreicht, indem die Neurotransmitter (Stoffe, welche die Nervensignale von Nervenzelle zu Nervenzelle auslösen) länger an den entsprechenden Rezeptoren binden, d.h. deren Wiederaufnahme gehemmt wird. Verwendet werden hochdosierte Fertigpräparate. Klinische Studien mit entsprechenden Präparaten zeigen bei leichten bis mittelschweren Depressionen generell eine ähnlich gute Wirksamkeit wie herkömmliche synthetische Antidepressiva und dies mit deutlich geringeren Nebenwirkungen. Die Wirkung tritt nicht sofort ein (kein Instant-Stimmungsaufheller), sondern zeigt sich erst nach mehreren Wochen regelmässiger Einnahme. Bei schweren Depressionen zeigen Johanniskraut-Präparate keine Wirkung (in klinischen Studien sieht man gegenüber der Placebo-Kontrollgruppe keinen Unterschied). Aufgrund der guten Studienlage (über 30 klinische Studien wurden ausgewertet) anerkennt HMPC die Behandlung mit Johanniskraut-Trockenextrakten (DEV 3-7:1 mit Auszugsmittel Methanol 80% oder DEV 3-6:1 mit Auszugsmittel Ethanol 80%) für die Behandlung leichter und mittelschwerer Depressionen als «well-established use». Die Dosierung liegt bei 300 bis 600mg Trockenextrakt täglich. Für eine solche Anwendung sind frei erhältliche Tees oder auch Tinkturen zu niedrig dosiert. Nicht zuletzt sind Hypericin und Hyperforin auch überhaupt nicht wasserlöslich.
Keine Selbstmedikation, eine Depression ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankung und bedarf einer ärztlichen Abklärung und einer Behandlung durch entsprechendes medizinisches Fachpersonal! Darf nicht gleichzeitig mit gewissen anderen Medikamenten wie Anti-Babypille, Aidsmedikamente, usw. eingenommen werden, da deren Wirkung herabgesetzt wird! Hypericin reduziert die Fotoempfindlichkeit des Körpers, was bei anschliessender Sonnenexposition (bei hellhäutigen Menschen) auf der Haut zu Sonnenbrand führen kann! Trauer oder Niedergeschlagenheit sind noch keine Depressionen! Johanniskraut ist kein «Instant-Stimmungsaufheller»! Von einem Johanniskrauttee aus dem Handel sind keine Wirkungen, aber auch keine Nebenwirkungen zu erwarten!
Beschreibung
Im Juni zur Sommersonnenwende, also dann, wenn die Sonne am höchsten steht, dann öffnet das Johanniskraut seine goldgelben Blüten. Diese machen dann fast den Eindruck, als würden sie selbst wie «kleine Sonnen» leuchten und auch deshalb haben es die Menschen früher eng mit dem Licht, Sonne und Freude in Verbindung gebracht. Man glaubte das Kraut würde die Kraft der Sonne aufnehmen und speichern. Das rote Öl, dass bei Zerreiben der Blüten austritt, galt dabei als das «Blut der Sonne» und wurde mit besonderer Lebenskraft in Verbindung gebracht. Bei den Griechen und Römern, aber auch Kelten und Germanen, war das Johanniskraut ein wichtiger Bestandteil von Reinigungs- und Schutzritualen. Es war eines der wichtigen Kräuter während Sonnenwendfesten (bei den Römern dem Jahresfest «solstitium aestivum») und wurde an diesem Tag entweder zu Sonnenaufgang oder zur Mittagszeit durch Aufsagen eines Spruches gesammelt. Danach wurden (zusammen mit anderen «Sonnenwendkräutern», wie z.B. Beifuss) Kränze damit geflochten, die am Abend während den Festigkeiten bei Tanz ums Feuer oder dem Sprung über das Feuer getragen wurden. Im Anschluss wurde der Kranz als Opfergabe ins Feuer geworfen, um Haus und Mensch vor Schutz gegen Unheil zu bitten. Das Johanniskraut wurde auch über heilige Bilder gehängt, «damit keine Dämonen eindringen können», in Haus und Stall als Schutzritualen geräuchert (entfaltet dank den Ätherischen Ölen einen dezenten, aber doch angenehmen Duft) und von jungen Frauen für Liebesorakel verwendet. Hatte die Pflanze zu heidnischen Zeiten typische Namen wie Sonnenkraut, Sonnenpflanze oder Sonnenwurz, usw., wurde es mit der Christianisierung Europas schliesslich zum «Johanniskraut». Denn die Sommersonnenwendefeste wurden nun zum «Geburtsfest des Johannes des Täufers» (Johannistag) erklärt. Das Johanniskraut stand nun für das göttliche Licht und im roten Öl beim Zerreiben der Blüten, sah man nun das «Blut des Johannes des Täufers». Bei den Festigkeiten zum Johannistag wurden die Kränze jeweils von den Priestern gesegnet, bevor diese (nach dem Tanz oder Sprung über das Feuer) ins Feuer (dem «Johannisfeuer») geworfen wurden. Das rote Öl wurde ausserdem für kirchlich-rituelle Salbungen verwendet.
Die traditionelle Anwendung des Rotöls zur Wundheilung, aber auch bei Muskelschmerzen, war bereits in der Antike verbreitet und auch später in der Klosterheilunde des Frühmittelalters ein wichtiger Bestandteil. Ebenso war es bereits früher als Mittel gegen «Melancholie», «Schwermut» bekannt und wurde «Zur Erhellung des Gemüts», resp. «Stärkung des Geistes» in Form von Weinauszügen eingenommen. Ab den 70-/80er Jahren des 20. Jahrhunderts begann man dann das Johanniskraut wissenschaftlich zu untersuchen und entdeckte, dass das Hyperforin die Wiederaufnahme von Neurotransmittern hemmen kann. Darauf folgten in den 90er Jahren die ersten klinischen Studien und schliesslich in mehreren Ländern die ersten Zulassungen von Johanniskrautextrakten als offizielle Arzneimittel.
Das ursprüngliche Verbreitungsareal vom Echten Johanniskraut liegt in Eurasien, doch mittlerweile hat sich die Art auf allen Kontinenten (ausser Antarktis) als kosmopolit verbreitet. Es kommt praktisch in ganz Europa vor (ausser Nordskandinavien) und ist auch ein typisches Florenelement im Orient, dem Kaukasus, Zentralasien, Himalaja und dem nördlichen China. Die Art ist mehrjährig und besiedelt sonnige bis halbschattige Standorte., die noch nicht von höheren Stauden in Beschlag genommen wurden. Die Art bevorzugt kalkhaltigen Boden, toleriert aber auch leicht saure Standorte. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Bienen und Schwebfliegen, obwohl die Blüten keinen Nektar aufweisen. Jedoch haben die gelben Kronblätter bei UV-Licht eine hohe Reflektionsrate und sind damit für viele Insekten sehr gut sichtbar. Dazu sind die Blüten sehr Pollenreich. Die Kapselfrüchte platzen an trockenen Tagen oder bei starkem Regenfall auf, was mit einer Herausschleuderung der vielen kleinen Samen einhergeht. Die Samen werden anschliessend durch Verschwemmen mittels Oberflächenwasser oder auch Haftung an Pfoten, Tierfell, Schuhe oder an Reifen sekundär weiterverbreitet.
Das rote Öl, das beim Zerreiben der Blüten austritt, hat seine Farbe vom enthaltenen Hypericin. Dieses wird innerhalb der Pflanze in speziellen Drüsen gebildet, die meist als schwarze Punkte erkannt werden können. Der höchste Gehalt findet sich in den Kelch- und den Kronblättern, aber auch in den Fruchtkapseln. Deutlich geringer ist der Hypericingehalt in den Blättern und Stängeln. Dabei handelt es sich um einen Abwehrstoff gegen Mikroorganismen und kleineren Tieren. Denn das Molekül absorbiert sichtbares Licht und UV-A Strahlung, wodurch sich schädliche, hochreaktive Sauerstoffverbindungen bilden und bei den Pathogenen Zellschäden verursachen. Diese hochreaktive Sauerstoffverbindungen sind auch für die phototoxische Wirkung auf der Haut bei uns Menschen verantwortlich, indem diese die Hautzellen angreifen, was wiederum zu Entzündungen mit Rötungen, Schwellungen, usw. führt. Für die Pflanze selbst sind diese reaktiven Sauerstoffverbindungen (die immer bei Sonnenlicht gebildet werden) unproblematisch, solange die die Drüsen intakt bleiben. Bei Verletzungen (wie ein Insektenbiss) gelangen diese hochreaktiven Sauerstoffverbindungen aber auch in die übrigen Bereiche der Pflanze und wirken so als Botenstoff, um vermehrt Stoffe zur Abwehr und Reparatur des Pflanzengewebes zu bilden. Hypericin hat auch die Funktion die Pflanze vor zu starker Sonneneinstrahlung und dem damit verbundenen oxidativem Stress zu schützen. Bei Schatten verliert Hypericin seine Wirkung, weshalb Pflanzen, die eher an halbschattigen Standorten wachsen, weniger davon bilden.
Das Hyperforin, der Hauptwirkstoff bei der Wundheilung, resp. Therapie gegen Depressionen, ist ebenfalls ein Abwehrstoff. Dieses ist im Gegensatz zum Hypericin lichtunabhängig und wirkt antimikrobiell, indem es Schäden an der Zellmembran verursacht, resp. bei Insekten auch die Nervenübertragung in schädlicher Weise beeinfusst. Die höchsten Hypeforingehalte findet man in den Blüten, sowie auch in den oberen Stängeblättern, teils auch in den Fruchtkapseln. Gebildet und gespeichert wird das Hyperforin in den hellen durchsichtigen Öldrüsen, wo es den Hauptteil der dortigen Füllmasse bildet.
mögliche Verwechslungen
Behaartes Johanniskraut (Hypericum hirsutum) – ähnliche kulinarische Verwendung
Das behaarte Johanniskraut kann typischerweise durch die dichte Behaarung an Stängel und Blätter vom Echten Johanniskraut unterschieden werden. Die beiden besiedeln ähnliche Standorte und treten nicht selten auch zusammen auf, wobei das Behaarte Johanniskraut eher Richtung halbschattige Standorte tendiert und geographisch auf die tieferen, wärmeren Lagen beschränkt ist. Die Gehalte an Hypericin und Hyperforin sind deutlich geringer und damit würften auch die potentiellen Heileffekte deutlich schwächer ausgeprägt sein. Die Art ist in den entsprechenden Arzneibüchern als Stammpflanze für Johanniskraut-Präparate nicht zugelassen.
Gemeinsamkeiten (u.a.)
Blätter gegenständig; sitzend bis kurz gestielt, oval; ganzrandig; mit durchsichtigen Öldrüsen
Stängel am Grund verholzt
Unterschiede (u.a.)
Blätter dicht behaart; z.T. grösser (1 bis 6 cm lang); ohne schwarze Punkte am Blattrand; durchsichtige Öldrüsen unscheinbarer
Stängel rund; ohne Längskanten; dicht behaart
Kronblätter symmetrisch und ganzrandig; Blütendurchmesser kleiner (1.5 bis 2cm); Kelchblätter mit schwarzen Drüsen (bei Echtem- gar keine bis vereinzelt)

Geflecktes Johanniskraut (Hypericum maculatum) –ähnliche Verwendung
Das Gefleckte Johanniskraut, mit den typischen schwarz gefleckten Blüten und dem 4-kantigen Stängel, ist eher eine Bergpflanze. Sein Hauptvorkommen liegt vor allem in höheren Lagen von Jura und Alpen (dort auch bis weit über die Baumgrenze hinaus).
Gemeinsamkeiten (u.a.)
Blätter gegenständig; sitzend bis kurz gestielt, oval; ganzrandig; mit Öldrüsen
Pflanze kahl
Unterschiede (u.a.)
Blattrand nicht umgebogen, ohne durchsichtige Öldrüsen (oder nur die oberen Blätter)
Stängel 4-kantig, geflügelt (4 Flügel) und hohl (obere Stängelbereiche können auch 2-kantig sein)
Kronblätter symmetrisch, mit schwarzen Flecken

Vierflügeliges Johanniskraut (Hypericum tetrapterum) –ähnliche Verwendung
Gemeinsamkeiten (u.a.)
Blätter gegenständig; sitzend bis kurz gestielt, oval; ganzrandig; mit vielen durchsichtigen Öldrüsen
Pflanze kahl
Unterschiede (u.a.)
Blätter mit herzförmigem Grund; stängelumfassend; Blattrand nicht umgebogen
Stängel 4-kantig und geflügelt (4 Flügel)
Krone symmetrisch; auf einer Seite gekerbt
Vorkommen v.a. an feuchten Standorten
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