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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Goldnessel (Lamium galeobdolon)
Illustration der Goldnessel (Lamoum galeobdolon). Graphisch sehr übersichtlich sind Bestimmungsmerkmalen darübergezeichnet. Das Bild ist gut für die Bestimmung der Art geeignet. Begriffe sind u.a. Blätter kreuzgegenständig, Stängel 4-kantig, Blüten goldig, usw.

Familie: Lippenblütler (Lamiaceae), Gattung: Taubnessel (Lamium)

"ein typisches Frühlingskraut mit schönen goldigen Blüten und pilzartig schmeckenden Blättern"

 

Bestimmungsmerkmale

Fotos

Verwendung

Beschreibung

mögliche Verwechslungen

Bestimmungsmerkmale

Blätter: kreuzgegenständig; 4 bis 8 cm lang; untere Blätter eiförmig (oft mit herzförmigem Grund) und lang gestielt; obere Blätter eilanzettlich und kurz gestielt; grob und unregelmässig gesägt; behaart; schuppiges Blattmuster


Stängel: 20 bis 60 cm hoch; 4-kantig; v.a. unten behaart


Blüten: in den oberen Stängelbereichen in Scheinquirlen angeordnet; Krone hellgelb; Oberlippe helmförmig; Unterlippe rötlich gefleckt und mit ausgeprägten Seitenzipfel; blüht April bis Juli


Früchte: 4-teilige Klausenfrucht (4 Nüsschen, die unreif zusammengewachsen sind und sich danach voneinander lösen), die in der Kelchröhre eingebettet sind


Zeigerwerte: schattig bis sehr schattig, feucht, mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich, schwach sauer bis neutral


typische Standorte: Waldrand, Waldweg-Rand, Hecken


Fotos

Verwendung

wichtige Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine


mögliche Kulinarische Verwendung: zu den Grundrezepten

Beschreibung

Die Goldnessel weisst Unterarten auf. Davon sind bei einigen die Blattoberseiten leicht bis auffällig silberweiss gefleckt. Dies ist kein Pilzbefall, sondern dabei handelt es sich um Luftschichten unter der Blatthaut, die das Licht reflektieren. Gewisse Unterarten bilden ausserdem während oder nach der Blütenzeit am Boden seitliche Ausläufe,  zwecks vegetativer Vermehrung.


Unterarten sind u.a.

  • Berg-Goldnessel (subsp. montana): Blätter ungefleckt; oberste Blätter sehr länglich (2-3x so lang wie breit) am Boden mit langen Ausläufern; kommt vom Tiefland bis 2000 m ü. M. vor; in der Schweiz häufigste Unterart

  • Gewöhnliche Goldnessel (subsp. galeobdolon): OS z.T. schwach silberweiss gefleckt

  • Silber-Goldnessel (subsp. argentatum): OS deutlich silberweiss gefleckt; Zähne rundlich; am Boden mit langen Ausläufern; beliebte Gartenpflanze


Die Goldnessel trifft man im Frühling an Waldwegrändern oder auch unter Hecken sehr oft an. Nicht zuletzt heben sich die gelben Blüten im April vom eher «grünen Waldfarbton» deutlich ab. Man findet die Art nicht nur im Halbschatten, sondern auch unter dem geschlossenen Kronendach von Laubwäldern, solange jedoch noch genügend Streulicht zur Verfügung steht. Die seitlichen Ausläufer, die von subsp. montana und subsp. argentatum gebildet werden, treiben in der Regel nach der Blütezeit aus und überwintern anschliessend. Die Stängel treiben bereits ca. im März aus, also dann, wenn vor dem Blattaustrieb der Laubbäume noch viel Licht zur Verfügung steht.

 

mögliche Verwechslungen

Weisse Taubnessel (Lamium album) - ungiftig / essbar, ähnliche Verwendung


Gemeinsamkeiten (u.a.)

  • Blätter zugespitzt, unregelmässig gezähnt und mit schuppigem Muster

  • Stängel unten dicht behaart, am Boden mit Ausläufern


Unterschiede  (u.a.)

  • auch obere Blätter herzförmig; Blattrand scharf gesägt

  • Einzelblüten weiss und mit dünnen Seitenzipfeln

  • braucht als Standort nährstoffreiche bis überdüngte Standorte


Verwechslung / Unterschiede der Weissen Taubnessel (Lamium album) gegenüber der Goldnessel (Galium galeobdolon)

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Bestimmungsmerkmale
Fotos
Verwendung Kulinarik und Phytotherapie
Beschreibung
mögliche Verwechlungen

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