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Ampfer-Arten (Rumex)
Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa), Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella), Krausen-Amper (Rumex crispus), Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius), Hain-/Blutampfer (Rumex sanguineum), Knäuelblütiger Ampfer (Rumex conglomeratus), Alpen-Ampfer (Rumex alpinus) und Berg-Sauerampfer (Rumex alpestris)

Familie: Knöterichgewächse (Polygonaceae), Gattung: Ampfer (Rumex)
"es gibt nicht nur den angenehm säuerlichen Wiesen-Sauerampfer, sondern zahlreiche weitere Ampfer-Arten, die kulinarisch genutzt werden können"
Bestimmung
Die Gattung Ampfer (Rumex) gehört zur Gattung der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Bei allem Arten dieser Familie sind die Blätter wechselständig angeordnet und weisen am Übergang zum Stängel meist Blattscheiden auf. Die Pflanzen treiben meist als Grundrosette aus und etwas später werden dann die Stängel mit den Stängelblättern gebildet. Die unteren Blätter sind meist lang gestielt und die Oberen sitzend. Der Blattrand ist ganzrandig bis gewellt und die Blattnerven sind am Rand verästelt. Die kleinen und unscheinbaren Blüten sind jeweils in langen rispigen oder ährigen Blütenständen angeordnet.
Die Blüten sind klein, unscheinbar und bilden jeweils ein Perigon, d.h. Kron- und Kelchblätter sehen gleich aus. Die 6 Perigonblätter (jeweils 3 Innere und 3 Äussere) und sind oft von grünlich bis rötlicher Farbe. Die Blütezeit ist in der Regel im Juli/August. Der Wiesen-Sauerampfer und der Kleine Sauerampfer blühen jedoch bereits im Mai. Die Verbreitung der Pollen erfolgt dabei mit dem Wind.
Ein typisches Merkmal der Gattung Ampfer ist, dass die drei inneren Perigonblätter (auch «Valven» genannt) nach dem Verblühen an Blütenstand verbleiben, an Grösse zunehmen und dann die Früchte meist komplett einhüllen. Die Valven dienen dabei als Segel für die Windverbreitung, bzw. Schwimmkörper für die Wasserverbreitung der Früchte. Bei vielen Arten weisen die Valven eigenartige knorpelförmige Verdickungen auf, die «Schwielen» genannt werden. Die (meist unter den Valven versteckten) Nüsse wiederum weisen 3 Kanten auf.

Blätter: jung Grundrosette, später wechselständige Stängelblätter; mit Blattscheiden; untere Blätter lang gestielt, Obere sitzend; Blattstiel u-förmig; Blattnerven am Rand verästelt; Form und Blattrand je nach Art unterschiedlich
Blüten: viele kleine unscheinbare, grünlich bis rötliche Einzelblüten, die in langen rispigen bis ährigen Blütenständen angeordnet sind; Einzelblüten jeweils mit 6 Perigonblättern (die drei Inneren werden Valven genannt)
Früchte: dreikantige Nussfrucht, die durch die Valven (vergrösserte innere Perigonblätter) eingehüllt werden
typische Standorte: Die meisten Arten treten auf feuchten, eher sauren und nährstoffreichen Ruderalflächen, bzw. Wiesen auf. Die einen Arten bevorzugen dabei freie Standorte (auf Kiesplätzen, Wiesen), andere wiederum brauchen eher halbschattige Bedingungen (unter Hecken, Waldrand, Wegränder im Wald,..). Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sind die Ampfer-Arten meist ein Zeichen von Überdünung. Die rasche Ausbreitung auf Wiesen wird auch dadurch gefördert, indem sie vom Vieh in der Regel verschmäht werden. Eine «Bekämpfung» ist meist schwierig, da die unterirdischen Rhizome sehr robust und die Samen mehrere Jahre lang keimfähig bleiben. Es gibt auch Vertreter der Gattung, die sich auf nährstoffarmen Standorten wohl fühlen, wie z.B. der Kleine Sauerampfer.
Fotos
Verwendung
In der Wildkräuterliteratur wird häufig nur der Wiesen-Sauerampfer behandelt. Wer jedoch draussen unterwegs ist, merkt rasch, dass dieser nur eine von vielen häufig auftretenden Arten der Gattung Ampfer ist. Die kulinarische Verwendung ist für alle mitteleuropäischen Ampfer-Arten ungefähr dieselbe. Sie sind alle essbar, wobei die Arten, die ein «sauer» im Namen tragen (Wiesen-Sauerampfer, Kleiner-Sauerampfer und Berg-Sauerampfer) am aromatischten sind.
Wegen der enthaltenen Oxalsäure ist beim Konsum etwas Vorsicht geboten. Das bedeutet, dass davon keine Unmengen verzehrt werden dürfen und auch auf einen regelmässigen Konsum zu verzichten ist! Die Oxalsäure wird durch das Kochen nicht abgebaut, bzw. davon geht höchstens ein gewisser Teil ins Kochwasser (welches nachträglich immer weggeschüttet werden muss). Den Effekt der Oxalsäure kann man mit dem gleichzeitigen Konsum calciumhaltiger Lebensmittel, wie z.B. Milchprodukten, sehr stark abmindern. Die Oxalsäure sollte generell kein Grund sein, auf den Konsum der Ampfer-Arten zu verzichten, denn der Körper kann bis zu einem gewissen Grad damit umgehen (Nierenkranke natürlich ausgenommen). Wir konsumieren ja bedenkenlos auch Kulturgemüse, wie Spinat oder Rhabarber, die eine ähnlich hohe Oxalsäure-Gehalte aufweisen.
Die Blätter können jeweils bis in den Herbst hinein als Wildgemüse verwendet werden. Jung eignen sie sich auch roh für den Salat oder für aufs Butterbrot. In der kulinarischen Note dominiert (wegen der Oxalsäure) das Säuerliche. Erst bei den älteren Blättern kommt noch etwas Bitterkeit hinzu. Die einfach zu erntenden Blüten und später die Früchte geben ein ebenso säuerliches Gewürz oder auch einen Tee. Die zerriebenen Blätter wirken auf der Haut aufgetragen angenehm kühlend (ähnlicher Mechanismus mit Wasser und Schleimstoffe wie beim Spitzwegerich), was gerade an heissen Tagen, bei Sonnenbrand, Hautentzündungen, Insektenstichen oder Wunden wertvoll ist. Grössere Blätter können zur Aufbewahrung von Lebensmitteln genutzt werden, indem diese darin eingewickelt werden. Sie dienen ebenfalls als ökologischer «Alu-Ersatz» beim Zubereiten von Gerichten über dem Feuer.
wichtige Inhaltstoffe: Oxalsäure, Oxalate, Flavonoide (u.a. Hyperosid, Rutin, Isoquercitrin, Kaempferol- und Quercetin-Glykoside), Phenolsäure, Schleimstoffe, wenig Gerbstoffe
*Giftigkeit: wegen der enthaltenen Oxalsäure weder in extrem hohen Mengen, noch ständig täglich über längere Zeit verzehren.
mögliche Kulinarische Verwendung*: zu den Grundrezepten
Blätter und Blüten (säuerlich, herb > mehr dazu): roher Snack vor Ort, Salat, Beigabe im Salat, Gewürz (z.B. von Fischgerichten), Kräuterbutter, Kräuterquark, Aufstriche, Suppe, Pesto, Sauce
Beschreibung
Grosser Sauerampfer (Rumex acetosa)
Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella)
Berg-Sauerampfer (Rumex alpestris)
Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius)
Hain-/Blut-Ampfer (Rumex sanguineum)
Knäuelblütiger Ampfer (Rumex conglomeratus)
Krausen-Ampfer (Rumex crispus)
Grosser-/Wiesen- Sauerampfer (Rumex acetosa)
Der Wiesen-Sauerampfer ist die kulinarisch interessanteste Ampfer-Art und zwar weil er geschmacklich eine sehr ausgeprägte aromatisch-erfrischende Säurenote aufweist. Als Würzkraut verleihen die jungen Blätter dem Kräuterbutter, Suppen, Saucen, usw. das gewisse etwas. Etwas ältere Blätter sind auch noch für einen Wildspinat geeignet.
Die Art treibt meist bereits im Spätherbst oder im Verlaufe des Winter aus und überwintert dann als Grundrosette. Die frischen Rosettenblätter werden daher am besten über die kalten Monate herum geernet. Im Frühling können dann weitere Rosettenblätter austreiben und ca. gegen Ende Frühling wächst dann auch der Stängel mit frischen Stängelblättern und dem Blütenstand am Ende heran. Die Art ist schnittfest, d.h. nach Verbiss oder Schnitt können auch über den Sommer durch wieder neue Grundrosetten austreiben. Bei frühem Schnitt ist teils eine erneute Blütenbildung im Hochsommer möglich.
Bestimmungsmerkmale:
Blätter pfeilförmig (Ecken spitz), 5 bis 15 cm lang, 2-5x so lang wie breit; Blattnerven eher schwach; Blattscheiden gezähnt bis fransig
meist zweihäusig (pro Pflanze entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten); blüht Mai bis August
die kleineren äusseren Perigonblätter sind zurückgeschlagen; die Valven sind rundlich und am Rand rötlich gefärbt; alle drei Valven haben Schwielen; die Schwielen sind klein und rückwärts-gerichtet

Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella)
Der Kleine Sauerampfer hat wie der Grosse Sauerampfer ebenfalls die ausgeprägte Säurenote und kann daher analog kulinarisch genutzt werden. Die Art ist jedoch deutlich seltener anzutreffen. Beim Boden bevorzugt sie einen sauren pH-Wert. Deshalb findet man den Kleinen Sauerampfer vor allen in Kristallingebieten (wie z.B. häufig im Schwarzwald), bzw. in Kalkgebieten eher auf entkalkten Böden. Vom Lebensraum her werden v.a. gestörte Böden (dort wo Grasnarbe, ein Teil der Bodenbedeckung abgerutscht, usw.) besiedelt.
Bestimmungsmerkmale
Blätter spiessförmig (Zipfel am Blattgrund nach aussen gerichtet), ansonsten Form sehr variabel (Blatt aber meist länglich), max. 5 cm lang; OS meist bläulich oder rötlich
Blütenstand locker; blüht Mai bis August; Valven klein (etwa so lang wie Frucht) und ohne Schwielen
Vorkommen v.a. auf nährstoffarmen Wiesen mit lockerem Boden

Berg-Sauerampfer (Rumex alpestris)
Der Berg-Sauerampfer ist geschmacklich und in der kulinarischen Verwendung 1:1 mit dem Wiesen-Sauerampfer gleichzusetzen. Auch äusserlich sind sich die beiden Arten sehr ähnlich, wobei die Zipfel der Blätter vom Berg-Sauerampfer eher nach aussen zeigen (spiessförmig). Weiter handelt es sich beim Berg-Sauerampfer um eine Bergpflanze, die erst ab der montanen Stufe (ab ca. 700 m ü. M.) auftritt nd auch über die Baumgrenze hinaus hochsteigen kann. Sie kommt in den Europäischen Hoch- und Mittelgebirgen vor (in der Schweiz: Alpen, Jura und dem alpennahen Mittelland bzw. in Deutschland in den Alpen und Hochschwarzwald) und fehlt im Tiefland. Die Art besiedelt v.a. halbschattige Standorte auf feuchten, nährstoffreichen Boden und ist so in lichten Wäldern, an Waldrändern, Hochstaudenfluren anzutreffen.
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Bestimmungsmerkmale
untere Blätter spiessförmig (Zipfel nach aussen gerichtet und stumpf), 1-2x so lang wie breit; obere Blätter ähnlich wie Wiesen-Sauerampfer (pfeilförmig, mit eher spitzen Zipfeln); Blattscheiden ganzrandig
Blüten wie beim Wiesen-Sauerampfer; blüht Juli / August

Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius)
Der Stumpfblättrige Ampfer ist eine häufig vorkommende Ampfer-Art und gilt vor allem in der Landwirtschaft als unbeliebtes "Unkraut". In der Schweiz wird die Art auch «Blacke» genannt. Es handelt sich um eine Zeigerpflanze von nährstoffreichen bis überdüngten Böden und dabei wächst sie vor allem auch feuchten, intensiv genutzten Fettwiesen, auf Viehweiden, Wegrändern und Ruderalflächen. Der Stumpfblättrige Ampfer kommt vom Tiefland bis bis hoch zur Baumgrenze vor. Er bildet viele Samen, die sehr lange (über 50 Jahre!) keimfähig sind. Die grossen Blätter können kleinere Arten darunter rasch in den Schatten stellen. Die Pflanze hat im Untergrund eine kräftige, tiefe Speicherwurzel und kann nach Schnitten rasch wieder austreiben. Auf den intensiv genutzten Wiesen Weiden herschen wegen der Nährstoffstoffanreicherung und den Grasnarben / Bodenverdichtung (durch mechanische Bearbeitung, bzw Viehtritt) ideale Konkurrenzbedingungen für den Stumpfblättrige Ampfer, wo sich dieser gegenüber den konkurrenzärmeren Gräserarten durchsetzen kann. Weiter wird er auf Weiden meist verschmäht und hat nur einen geringen Futterwert (trotz hohem Nährstoffgehalt, jedoch wegen der schlechten Verdaubarkeit).
Geschmacklich kann die Art nicht mit dem Grossen Sauerampfer mithalten, d.h. die Säurenote ist nur sehr dezent und es dominiert eher eine nussige bis teils fade Geschmacksnote. Eine kulinarische Tradition ist vor allem für Südosteuropa und die Türkei, nicht jedoch für Mitteleuropa dokumentiert. Die Art hat jedoch in Mitteleuropa oder auch den Britischen Inseln eine alte Tradition als äusserlich aufgetragenes Hausmittel bei Verletzungen, Prellungen, Gelenkschmerzen Wunden, Insektenstichen, Sonnenbrand, usw. Dabei wurden entweder frische Blätter zerrieben und auf die Stelle aufgetragen oder es wurden Umschläge angewendet, bzw. Salben (in der Schweiz "Blackensalben" genannt) damit hergestellt. Die Anwendung dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass wenn die grossen Blätter auf die Haut aufgetragen werden, die als angenehm kühlend empfunden werden. Auch wurden Teeauszüge daraus beim Verdauungsbeschwerden angewendet. Diese arzneilichen Anwendungen wurden in der Ostschweiz in der bäuerlichen Tradition auch für die Nutztiere verwendet. Moderne Untersuchungen zur Wirkung liegen nicht vor.
Bestimmungsmerkmale
Blatt eiförmig-stumpf, untere Blätter mit herzförmigem Blattgrund und bis 30cm lang; obere Blätter eher eilanzettlich; Blattrand wellig
blüht Juni bis August; Valven 3-eckig und lang gezähnt; alle Valven mit Schwielen

Alpen-Ampfer (Rumex alpinus)
Der Alpen-Ampfer wird in der Schweiz (wie der Stumpfblättrige Ampfer) ebenfalls "Blacke" genannt und gleicht Letzterem sowohl optisch, als auch den bevorzugten Bodenbedingungen. Denn auch der Alpen-Ampfer ist ein Zeiger von überdüngten Böden und kann sich unter diesen Bedingungen sehr rasch ausbreiten, bzw. mit seinen grossen Blättern Gräser und andere Kräuter in den Schatten stellen. Beim Alpen-Ampfer kommt hinzu, dass die Ausbreitung auch vegetativ über lange horizontale Rhizome stattfinden kann und sich so rasch grössere Stauden ausbilden. Auch die Blätter vom Alpen-Ampfer werden vom Vieh verschmäht bzw. haben nur wenig Futterwert.
Der Alpen-Ampfer ist eine Gebirgspflanze, die v.a. ab der Baumgrenze auftritt (teils auch etwas darunter) und dabei in seinem Vorkommen teils bis auf die nivale Höhenstufe (> 2'500 m ü. M.) hochsteigen kann. Geographisch ist die Art nicht nur in den Alpen, sondern auch in anderen europäischen und kleinasiatischen Hochgebirgen verbreitet und besiedelt dabei häufig die Standorte, wo sich oft das Vieh aufhält (vor Alphütten / Ställen, Lägerstellen, Viehtränke, etc.). Denn vor allem dort liegt durch die Exkremente ein starker Nährstoffeintrag in den Boden vor. Über Sickerwasser können diese Nährstoffe im Untergrund auch weiter talwärts weiterverfrachtet werden, so dass man teils bei Quellhorizonten oder in vernässten Mulden (unterhalb von Alphütten oder Lägerstellen) ebenfalls Vorkommen vom Alpen-Ampfer vorfindet.
Da der Alpen-Ampfer auf Alpweiden die eigentlichen Futterpflanzen (v.a. Gräser) verdrängt, ist er heuzutage bei den Bergbauern nicht sonderlich beliebt. Allerdings wurde er früher auch als Viehfutter für Schweine auf der Alp genutzt. Dabei wurden wurden die Blätter gesammelt und zur sogenannten "Mass" verarbeitet, d.h. ausgekocht, verstampft, fermentiert und am Ende mit Molke, Mehl, usw. vermischt. Gewisse isolierte Vorkommen in tieferen Lagen bzw. dem Jura sollen sogar auf einen früheren Anbau hierzu zurückzuführen sein. Im Kanton Graubünden wurde der Alpen-Ampfer va. in abgelegenen, hohen Tälern als Wickelblatt für Capuns (anstelle von Mangold) genutzt. Durch seine grossen Blätter und das massenhafte Vorkommen auf Bergweiden eignet er sich nämlich ideal dazu! Junge Blätter sollen früher auch generell in Alpenraum auch gelegentlich für Suppen und Wildgemüse genutzt worden sein.
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Bestimmungsmerkmale
Blatt herzförmig-stumpf, bis 50cm lang; Blattrand wellig zerkraust; auch obere Blätter lang gestielt
Blütenstände stark verzweigt und sehr dicht; blüht Juli / August, Valven z.T. gezähnt; jeweils ohne Schwielen

Hain-/Blut- Ampfer (Rumex sanguineus)
Der Hain-Ampfer ist im Tiefland weit verbreitet, wo er als Halbschatten-Art vor allem Waldränder, bzw. Waldwegränder und Auenwälder besiedelt. Der Boden muss dabei nährstoffreich und sehr (wechsel-)feucht sein. Bekannt ist die Art auch als kultivierte Gartenform (Mutation / Züchtung ?) mit den ausgeprägten roten Adern unter dem Namen "Blut-Ampfer". Bei den Wildformen ist diese rote Aderung allerdings wenn, dann nur schwach ausgeprägt. Den Hain-Ampfer findet man oft auch in milden Wintern als Grundrosette. Geschmacklich ist die Säurenote eher schwach und eher mit dem Stumpfblättrigen Ampfer zu vergleichen. Die Art wurde früher teils auch als Wildgemüse genutzt, welches als leicht abführend gilt.
Bestimmungsmerkmale
Blatt eilanzettlich-spitz (Blattgrund oft herzförmig), bis 20cm lang, Blattnerven teilweise rötlich
im unteren Bereich der Blütenstände mit lanzettlichen Hochblättern, blüht Juli / August,
eine Valve ist länger und hat eine Schwiele, die anderen zwei kleineren Valven ohne oder nur mit kleiner Schwiele

Knäuelblütiger Ampfer (Rumex conglomeratus)
Blatt eilanzettlich-spitz (Blattgrund oft herzförmig), bis 20cm lang; Blattrand der beiden Seiten gerade und parallel zueinander
blüht Juli / August, Blütenstand locker und bis oben mit Hochblättern; jeweils alle drei Valven mit grosser Schwiele
Vorkommen auf nährstoffreichen, sehr feuchten Ruderalflächen, Gräben Ufer oder Waldschlägen

Krausen-Ampfer (Rumex crispus)
Blätter lanzettlich-spitz, bis 30cm lang; Blattrand stark wellig zerkraust
blüht Juli / August; nur eine Valve mit grosser Schwiele, die anderen zwei ohne mit nur ganz kleinen Schwielen
Vorkommen auf nährstoffreichen, feuchten Wiesen

mögliche Verwechslungen
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zum Autor: Hallo, ich bin David und ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Wildpflanzen. Ich betrachte und behandle das ganze Thema Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen rational, evidenzbasiert und mit einer gesunden Portion Realismus
Ich bin leidenschaftlich gerne in der Natur unterwegs, egal ob zum Spazieren, Wandern, Biwaktouren oder Trailrunning.
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