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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare aggr)
Illustration der Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare aggr). Graphisch sehr übersichtlich sind Bestimmungsmerkmalen darübergezeichnet. Das Bild ist gut für die Bestimmung der Art geeignet.

Familie: Korbblütler (Asteraceae), Gattung: Margeriten (Leucanthemum)

"Die Art kommt vor allem auf Wiesen und Weiden mit extensiver Nutzung vor und ist inbesondere in den Alpen weit verbreitet. Kulinarisch sind vor allem die Blütenkörbe als essbare Dekoration interessant."

 

Bestimmung

Blätter: in einer Grundrosette und wechselständig am Stängel angeordnet


Stängel: 10 bis 80 cm hoch; kahl bis behaart; am Ende jeweils ein Blütenkorb


Blüten: im Blütenkorb (ca. 2 bis 7 cm breit) angeordnet, der sich am Stängelende befindet; Blütenkorb in der Mitte mit 300 bis 400 gelben Röhrenblüten und am Rand mit 20-30 weissen Zungenblüten; Hüllblättern mit schwarzbraunem (bis durchscheinenden) Rand; blüht Mai bis Oktober


Früchte: 2--3 mm lange Achäne mit 10 Längsrippen; ohne Pappus


typische Standorte: v.a. auf Wiesen und Weiden

Fotos

Verwendung

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe (u.a. Sesquiterpenlactone), Flavonoide (Apigenen, Luteolin,…), Phenolsäuren, wenig Gerbstoffe, sehr wenig Ätherische Öle


mögliche Kulinarische Verwendung: zu den Grundrezepten


Beschreibung

Die Wiesen-Margerite hat trotz ihrer schönen Erscheinung in der Mythologie keine besondere Bedeutung und auch in der Volksmedizin ist sie höchstens eine Randbemerkung (v.a. als Breiumschläge zur Förderung der Wundheilung). Nicht zuletzt spielt sich die auch in der kulinarischen Tradition keine besondere Rolle. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man von ihr kulinarisch absehen soll, im Gegenteil. So sind die Blütenkörbe zwar fade, aber eine schöne essbare Dekoration für diverse Gerichte und auch die jungen Blätter können Salate bereichern.


Bei den Wiesen-Margeriten handelt es sich um eine Artengruppe aus mehreren Margeriten-Arten. Die meisten davon sind selten. Am häufigsten treten auf:


  • Gewöhnliche Wiesen-Margerite / Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare): unterste Blattzähne umfassen den Stängel; Stängel meist mehrköpfig und kahl; Hüllblätterrand braun; Vorkommen auf Fettwiesen, Weiden und Schuttplätzen


  • Berg-Wiesen-Margerite (Leucanthemum adustum): Stängelblätter dick; fein gesägt; nicht umfassend; Stängel unten behaart; Hüllblätterrand schwarz; Vorkommen in höheren Lagen an halbschattig, nährstoffarmen Standorten


Die Wiesen-Margeriten sind typische Wiesen- und Weidenpfanzen und gute Zeiger für eine extensive Nutzung des Standortes. Bei starker Überdüngung und auch mehr als 1 bis 2 Schnitten pro Jahr verschwinden sie. Auch reagieren sie empfindlich auf regelmässige Tritte und regelmässiges Abfressen, so dass sie auf Weiden eben nur dann vorkommen, wenn diese extensiv genutzt werden.

 

mögliche Verwechslungen

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zum Autor: Hallo, ich bin David und ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Wildpflanzen. Ich betrachte und behandle das ganze Thema Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen rational, evidenzbasiert und mit einer gesunden Portion Realismus

Ich bin leidenschaftlich gerne in der Natur unterwegs, egal ob zum Spazieren, Wandern, Biwaktouren oder Trailrunning.

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Verwendung Kulinarik und Phytotherapie
Beschreibung
mögliche Verwechlungen
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