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Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare aggr)

Seite erstellt von David Büsser - Wildkräuterexperte
Familie: Korbblütler (Asteraceae), Gattung: Margeriten (Leucanthemum)
"Die Art kommt vor allem auf Wiesen und Weiden mit extensiver Nutzung vor und ist inbesondere in den Alpen weit verbreitet. Kulinarisch sind vor allem die Blütenkörbe als essbare Dekoration interessant."
Bestimmungsmerkmale und Lebensraum
> wie bestimme / erkenne ich die Wiesen-Margerite und wo kommt die Art vor?
Blätter: in einer Grundrosette und wechselständig am Stängel angeordnet
Grundblätter: spatelförmig, 1 bis 15 cm lang; Blattrand gesägt, grob gekerbt bis gesägt; gestielt
Stängelblätter: lanzettlich, 2 bis 6 cm lang; Blattrand lang gezähnt bis gesägt; sitzend
Stängel: 10 bis 80 cm hoch; kahl bis behaart; am Ende jeweils ein Blütenkorb
Blüten: in einem Blütenkorb (ca. 2 bis 7 cm breit) angeordnet, der sich am Stängelende befindet; Blütenkorb in der Mitte mit 300 bis 400 gelben Röhrenblüten und am Rand mit 20-30 weissen Zungenblüten; Hüllblättern mit schwarzbraunem (bis durchscheinenden) Rand; blüht Mai bis Oktober
Früchte: 2--3 mm lange Achäne mit 10 Längsrippen; ohne Pappus
typische Standorte: v.a. auf Wiesen und Weiden
Fotos

©ArtSvitlyna– stock.adobe.com
Verwendung
> die Wiesen-Margerite in der Wildkräuterküche verwenden
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe (u.a. Sesquiterpenlactone), Flavonoide, Phenolsäuren, wenig Gerbstoffe, sehr wenig Ätherische Öle
Giftigkeit: Die Wiesen-Margerite ist ungiftig / problemlos essbar.
Kulinarische Verwendung
Blätter (leicht nussig, herb > mehr dazu): Salat, Kräuterbutter Kräuterquark, Gemüsebeigabe, Suppe,
Blütenkörbe (fade, herb > mehr dazu): essbare Dekoration
Sammelkalender


Spannendes über die Art
Die Wiesen-Margerite hat trotz ihrer schönen Erscheinung in der Mythologie keine besondere Bedeutung und auch in der Volksheilkunde ist sie höchstens eine Randbemerkung (v.a. als Breiumschläge zur Förderung der Wundheilung). Nicht zuletzt spielt sie auch in der kulinarischen Tradition keine besondere Rolle. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man von der Wiesen-Margerite kulinarisch absehen soll, im Gegenteil: So sind die Blütenkörbe zwar fade, aber eine schöne essbare Dekoration für diverse Gerichte und auch die jungen Blätter können Salate bereichern.
Bei den Wiesen-Margeriten handelt es sich um eine Artengruppe aus mehreren Margeriten-Arten. Die meisten davon sind selten. Am häufigsten treten auf:
Gewöhnliche Wiesen-Margerite / Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare): unterste Blattzähne umfassen den Stängel; Stängel meist mehrköpfig und kahl; Hüllblätter-Rand braun; Vorkommen auf Fettwiesen, Weiden und Schuttplätzen
Berg-Wiesen-Margerite (Leucanthemum adustum): Stängelblätter dick; fein gesägt; nicht umfassend; Stängel unten behaart; Hüllblätter-Rand schwarz; Vorkommen in höheren Lagen an halbschattig, nährstoffarmen Standorten
Die Wiesen-Margeriten sind typische Wiesen- und Weidenpfanzen und gute Zeiger für eine extensive Nutzung des Standortes. Bei starker Überdüngung und auch mehr als 1 bis 2 Schnitten pro Jahr verschwinden sie. Auch reagieren sie empfindlich auf regelmässige Tritte und regelmässiges Abfressen, so dass sie auf Weiden eben nur dann vorkommen, wenn diese extensiv genutzt werden.
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mögliche Verwechslungen
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zum Autor vom Phytikon: Hallo, ich bin David und ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Wildpflanzen. Dabei gebe ich mein Wissen auch in Kursen weiter. Ich betrachte und behandle das ganze Thema Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen rational, evidenzbasiert und mit einer gesunden Portion Realismus.
Ich bin leidenschaftlich gerne in der Natur unterwegs, egal ob zum Spazieren, Wandern, Biwaktouren oder Trailrunning.
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