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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Arnika, Echte- (Arnica montana)


Familie: Korbblütler (Asteraceae), Gattung: Arnika (Arnica)


Achtung: Giftpflanze ! 

Blätter: Grundrosette und wenige gegenständige Stängelblätter; sitzend; eiförmig bis lanzettlich, 5 bis 12 cm lang; Grundblätter an der Basis lang ausdünnend; ganzrandig, Seitennerven fast parallel zum Hauptnerv


Stängel:  bis 60cm hoch; oben teils verzweigt; hohl; meist behaart


Blüten: in endständigen Blütenkörben von 4 bis 6 cm Durchmesser angeordnet; mit goldgelben Röhren- und Zungenblüten; blüht Juni bis August


Früchte: 6-7mm lange Achäne mit gelbem Pappus


typische Standorte:  nährstoffarme, feuchte Bergwiesen


Die Blüten der Echten Arnika sehen nicht nur schön aus, sondern duften auch angenehm aromatisch. Dies sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um eine meist geschützte und auch um eine Giftpflanze handelt. Die Art kommt nicht nur in den Alpen, sondern auch in anderen Europäischen Hochgebirgen wie den Pyrenäen oder auf dem Balkan, sowie auch in Mittelgebirgen wie z.B. dem Schwarzwald vor. Der Verbreitungsschwerpunkt in den Alpen liegt dabei über der Baumgrenze auf nährstoffarmen Bergwiesen und Bergweiden, aber auch auf sauren Moorböden. Unter der Baumgrenze (so z.B. häufig im Hochschwarzwald) findet man sie auch in lichten Wäldern.


Für die Giftwirkung verantwortlich sind u.a. die Stoffe Helenalin und Dihydrohelenalin. Eine innerliche Einnahme kann deshalb zu Vergiftungssymptomen führen, bzw. die Giftstoffe wirken u.a. herzschädigend. Die diversen enthaltenen Wirkstoffe (Helenalin, Dihydrohelenalin, Flavonoide, Ätherische Öle, Sesquiterpenlactone) haben aber auch eine entzündungshemmende. schmerzlindernde und antimikrobielle Wirkung, weshalb die Echten Arnika bei äusserlicher Anwendung als Heilpflanze verwendet werden kann. HMPC anerkennt die äusserliche Anwendung als «traditional use» bei leichten Prellungen, Verstauchungen und Muskel-/Gelenk-Beschwerden nach Unfällen oder Sportverletzungen. Verwendet werden die Blüten und aufgrund der Löslichkeit der Wirkstoffe werden Salben mit eingearbeiteten Tinkturen (1:10 , Ethanol 60-70%) verwendet (Tinktur-Gehalt ca. 20 bis 25%) verwendet, die in dünnen Lagen zwei bis dreimal pro Tag auf die betreffende Hautstelle aufgetragen werden. Wichtig ist, dass die Hautstelle intakt ist! Auch gut zu wissen: Es gibt kein zugelassenes innerliches Medikament auf Arnika-Basis für eine innere Anwendung. Wird so etwas entsprechend beworben, dann handelt es sich um homöopathische Rezepturen, die keine Wirkstoffe enthalten. zum Disclaimer über Heilpflanzen-Angaben


Schutzstatus beachten! Keine innerliche Anwendung ! Nicht auf offene Wunden auftragen! Keine Anwendung bei Schwangeren oder Kindern unter 12 Jahren! Kann (v.a. bei sensibler Haut und zu hoher Dosierung) Hautreaktionen verursachen! Anwendung auf kurze Zeit beschränken (keine Daueranwendung)!



zum Autor: Hallo, ich bin David und ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Wildpflanzen. Ich betrachte und behandle das ganze Thema Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen rational, evidenzbasiert und mit einer gesunden Portion Realismus

Ich bin leidenschaftlich gerne in der Natur unterwegs, egal ob zum Spazieren, Wandern, Biwaktouren oder Trailrunning.

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