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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum)
Illustration der Ährigen Teufelskralle (Phyteuma spicatum) für die Bestimmung der Art. Graphisch sehr übersichtlich sind Bestimmungsmerkmalen darübergezeichnet.

Familie: Glockenblumengewächse (Campanulaceae), Gattung: Teufelskrallen (Phyteuma)

"Die Ährige Teufelskralle hat zwar einen bösen Namen, doch das entspricht überhaupt nicht ihrer wahren Natur: Geschmacklich sind alle Pflanzenteile nicht nur ausgesprochen aromatisch, sondern auch mild."

 

Bestimmung

Blattanordnung: Grundrosette und wechselständige Stängelblätter


Blätter: unregelmässig und grob nach vorne gesägt; kahl; schuppig; in der Mitte oft mit schwarzem Fleck


Stängel: 20 bis 70 cm hoch; aufrecht; unverzweigt; kantig; hohl; kahl


Blüten: blüht Mai/Juni

  • Blütenstand: endständige, zylindrische Ähre; an der Basis mit lanzettlichen bis linealischen Hochblättern,

  • Blütenknospen: gekrümmte, ca. 1-1.5cm lange Röhre, die von unten nach oben aufreisst

  • Blüten: 5 weisse bis gelbliche, linealische Kronblätter


Früchte: Kapselfrucht


Zeigerwerte: schattig, mässig feucht, mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich, schwach sauer bis neutral


typische Standorte: Waldweg-Rand, im Wald unter dem Kronendach

Fotos

Verwendung

mögliche Kulinarische Verwendung: zu den Grundrezepten



kulinarische Verwendung der Blütenknospen und der Wurzel der Ährigen Teufelskralle (Phyteuma spicatum)

Beschreibung

Kulinarisch ist die Ährige Teufelskralle in all ihren Teilen nicht nur aromatisch, sondern auch ausgesprochen mild, was im Kontrast zur ansonsten sehr bitterreichen Wildpflanzenkost steht. Der Blütenstand im Knospenstadium ist leicht angedünstet ein leckeres Wildgemüse. Die Blütenstände sollte man aber nur in Gebieten sammeln, wo es genug Exemplare der Teufelskralle gibt und auch in diesem Fall soll man unbedingt davon absehen einfach alle Exemplare der Population zu „köpfen“! Die Wurzel, die sehr gross werden kann, verholzt praktisch nicht und kann so jederzeit als Gemüse, aber auch roh als «Survival-»Snack vor Ort verwendet werden.


Die Ährige Teufelskralle treibt jeweils früh im Jahr (Februar / März) als Grundrosette aus. Da es sich vorwiegend um eine Waldpflanze handelt, wird das lichtreiche Zeitfenster genutzt bevor die Blätter der Laubbäume austreiben. Die Stängelbildung erfolgt dann ca. im April, ehe im Mai die Blütezeit beginnt. Im Knospenstadium bilden die Kronblätter (nicht die Kelchblätter) eine längliche, nach oben gekrümmte Röhre. Beim Aufgehen der Blüte reisst diese dann schrittweise, entlang von 5 Nähten, von unten nach oben auf. In dieser Zeit sind die männlichen Blütenorgane (Staubblätter) bereits reif. Erst nachdem die Kronröhre vollständig aufgetrennt wurde, reifen dann auch die weiblichen Blütenorgane (Fruchtblätter). Da sich der Nektar tief im Blütengrund befindet, erfolgt die Bestäubung vor allem durch langrüsselige Bienen und Hummeln. Sobald die Samen reif sind, öffnen sich die Kapselfrüchte und fallen neben der Mutterpflanze zu Boden. Sie können von dort aus teils in Regenrinnen weiter verschwemmt werden.


Übrigens: Mit der Afrikanischen Teufelskralle (Harpagophytum procumbens), die erfolgreich zur Behandlung von Gelenkschmerzen angewendet wird, ist die Ährige Teufelskralle nicht verwandt.

 

mögliche Verwechslungen

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zum Autor: Hallo, ich bin David und ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Wildpflanzen. Ich betrachte und behandle das ganze Thema Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen rational, evidenzbasiert und mit einer gesunden Portion Realismus

Ich bin leidenschaftlich gerne in der Natur unterwegs, egal ob zum Spazieren, Wandern, Biwaktouren oder Trailrunning.

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Fotos
Verwendung Kulinarik und Phytotherapie
Beschreibung
mögliche Verwechlungen
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