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Gewöhnliches Seifenkraut (Saponaria officinalis)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae), Gattung: Seifenkraut (Saponaria)
Blätter: gegenständig; sitzend; lanzettlich, 5 bis 12 cm lang; mit 3 parallelen Längsnerven; ganzrandig
Blüten: 30 bis 70 cm hoch; aufsteigend bis aufrecht; kahl bis leicht behaart
Blüten: in kleinen Dolden aus den Blattachseln der oberen Stängelbl ätter und am Stängelende angeordnet; 5 lange, genagelte, rosa bis weisse Kronblätter; Kelch röhrenförmig, 1.5 bis 2.5 cm lang; blüht Juli bis September
Früchte: ca. 2 cm lange Kapselfrucht; öffnet sich mit 4 Zähnen
typische Standorte: Ufer, Unkrautfluren, Ruderalflächen, sonnige Wegränder
Das Echte Seifenkraut enthält in Wurzeln und Blättern eine hohe Menge an Saponinen. Auszüge davon wurden deshalb früher zum Waschen verwendet, deshalb auch der Name. Indem die Blätter zwischen den Händen intensiv zerrieben werden, bildet sich ein seifiger Schaum. Damit hat man die perfekte Naturseife zu Hand, sei es zum Hände waschen oder für die Reinigung von Outdoor-Geschirr (v.a. wenn Schmutzreste ölig sind). Ein flüssiges Waschmittel kriegt man, indem die zerkleinerten Stängel, Blätter und Rhizome als Sud auskocht werden. Es wirkt jedoch nur einen Bruchteil so gut wie chemisches Reiningungsmittel und ist auch nur eine begrenzte Zeit haltbar. Wenn man Wäsche damit wäscht, dann gibt es damit angeblich gelbe Flecken.
Die im Seifenkraut enthaltenen Saponine sind auch pharmakologisch interessant. Es handelt sich nämlich um eine traditionelle, aber mittlerweile vergessene Heilpflanze, die früher als schleimlösendes Mittel bei produktivem Husten eingesetzt wurde. Verwendet wurden die Rhizome und Wurzeln, da dort der Saponingehalt am höchsten ist. Neuere Untersuchungen zur Wirkung fehlen jedoch und es liegt weder eine Bearbeitung von HMPC, noch von ESCOP vor. Kommission E hat damals jedoch die expektorierende Wirkung anerkannt. Die Tagesdosis darf nicht mehr als 1.5g pro Tag betragen und darüber hinaus können Verdauungsbeschwerden auftreten. Pro Dosis werden ½ TL der zerkleinerten Wurzel/Rhizom in einer Tasse Wasser aufgekocht und davon werden mehrere Tassen pro Tag getrunken.
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zum Autor: Hallo, ich bin David und ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Wildpflanzen. Ich betrachte und behandle das ganze Thema Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen rational, evidenzbasiert und mit einer gesunden Portion Realismus
Ich bin leidenschaftlich gerne in der Natur unterwegs, egal ob zum Spazieren, Wandern, Biwaktouren oder Trailrunning.
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