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Cirrocumulus


Cirrocumuli sind die haufenförmigen Wolken des hohen Stockwerkes. Man spricht auch von den klassischen «Schäfchenwolken». Die einzelnen Wolkenhaufen können auch leicht ineinander verwachsen sein. Ein indirektes Kriterium für die Höhenlage ist die kleine Grösse der Haufen. Diese sind kleiner als 1° (kleiner als ein Finger mit 30° ausgestrecktem Arm). Einzelne Wolken in einem Wolkenfeld können manchmal auch etwas grösser sein. Auf die grosse Höhe weisst auch die weisse (nur selten leicht hellgraue) Farbe hin (geringe Wolkendichte). Die Konturen sind unscharf, jedoch ist eine typische faserige oder seidige Struktur, im Gegensatz zu Cirren, nicht oder nur sehr lokal erkennbar.


Cirrocumuli treten oft in ausgedehnten Felder (stratiformis) auf, wo die Einzelwolken regelmässig angeordnet sind. Oft sind in der Anordnung auch wellenartige Strukturen (undulatus) erkennbar. Werden Eiskristalle der Cirrocumuli verweht (virga), können daraus Cirren entstehen.



Wolken Gattung Cirrocumulus: hohe Wolke und haufenförmig

Cirrocumulus: hohe Wolke + haufenförmig

(Quelle: King of Hearts - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10903373)


Entstehung von Cirrocumulus


Cirrocumuli können durch verschiedene Prozesse entstehen:

  • Umwandlung (z.B. Fragmentierung) aus Cirrus oder einer Cirrostratus-Schicht

  • Lee-Wellen (Cirrocumulus lenticularis)

  • Konvektion in Folge instabiler Luftschichtung (Cirrocumulus floccus / castellanus)


> mehr zu diesen Prozessen im Abschnitt "Wolken-Entstehung und -Auflösung"


Arten bei Cirrocumulus


Cirrocumulus stratiformis: Haufen zusammen in ausgedehnten Wolkenfeldern


Cirrocumulus stratiformis: typisch für Cirrocumuli sind die kleinen und weissen Haufen

Cirrocumulus stratiformis: typisch für Cirrocumuli sind die kleinen und weissen Haufen

(Quelle: ©kariphoto - stock.adobe.com)


Cirrocumulus castellanus: aus einer gemeinsamen Wolkenbasis wachsen Türmchen in die Höhe. Sie entstehen durch Konvektion infolge instabile Luftschichtung (z.B. durch Einsickern von kalter Luft in grosser Höhe)


Cirrocumulus castellanus

Cirrocumulus castellanus

(Quelle: Daniele.Brundu - Own work, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=57102681)


Cirrocumulus floccus: Die Cirrocumuli treten als Gruppe auf, wo die Unterseiten jeweils eine zerrissene Form aufweisen. Sie entstehen aus Cirrocumulus castellanus nach dem Auflösen der Wolkenbasis. Häufig sind auch virga-Fallstreifen zu erkennen.


Cirrocumulus floccus: die Unterseite der Wolke scheint zerrissen. Die Cirrocumuli treten als Gruppe auf, wo die Unterseiten jeweils eine zerrissene Form aufweisen. Sie entstehen aus Cirrocumulus castellanus nach dem Auflösen der Wolkenbasis. Häufig sind auch virga-Fallstreifen zu erkennen.

Cirrocumulus floccus: die Unterseite der Wolke scheint zerrissen.

(Quelle: ©Naj - stock.adobe.com)


Cirrocumulus lenticularis: linsenförmig


Cirrocumulus lenticularis: klein, weiss, linsenförmig und scharf abgegrenzt

Cirrocumulus lenticularis: klein, weiss, linsenförmig und scharf abgegrenzt

(Quelle: Rollcloud - Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=110915240)


Unterarten bei Cirrocumulus


undulatus: wellenförmiges Muster


Cirrocumulus lenticularis: klein, weiss, linsenförmig und scharf abgegrenzt

Cirrocumulus stratiformis undulatus

(Quelle: © 茂美 城守 - stock.adobe.com)


lacunosus: mit Löchern, die ein wabenförmiges Muster erzeugen


Cirrocumulus stratiformis lacunosus

Cirrocumulus stratiformis lacunosus

(Quelle: GerritR - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=91395516)


Sonderformen bei Cirrocumulus


virga: Niederschlagsstreifen in der Form von weissen Fäden (nicht so langgezogen wie bei Cirrus uncinus). Meist bei Cirrocumulus floccus oder -castellanus. Aus dem Fallstreifen kann auch eine neuer Cirrus entstehen.


Cirrocumulus floccus virga: erinnern etwas an Cirrus uncinus, doch die Haufen sind deutlich kleiner

Cirrocumulus floccus virga: erinnern etwas an Cirrus uncinus, doch die Haufen sind deutlich kleiner

(Quelle: ©Yusuke Kawakami - stock.adobe.com)


mamma: beutelförmige Ausstülpungen nach unten


cavum: mit Loch in der Wolkenschicht


Cirrocumulus floccus virga cavum: Die Wolkenschicht schneit sich lokal aus und dabei entsteht ein Loch: Beachte die noch sichtbaren virga-Fallstreifen!

Cirrocumulus floccus virga cavum: Die Wolkenschicht schneit sich lokal aus und dabei entsteht ein Loch: Beachte die noch sichtbaren virga-Fallstreifen!

(Quelle: ©Brett - stock.adobe.com)


mögliche Verwechslungen bei Cirrocumulus



Deutung von Cirrocumulus


  • Allgemein zeigen die Cirrocumuli, vor allem die Arten floccus / castellanus: Instabiliät und können so schlechtes Wetter, evt. mit Gewitter, ankündigen.


  • Zusammen mit Cirrus oder Cirrostratus treten sie als Teil der Aufzugbewölkung beim Herannahen einer Warmfront / Warmfrontokklusion auf. Oft sind dabei wellenförmige Strukturen (undulatus) erkennbar. Innerhalb von wenigen Stunden bis einen halben Tag ist mit beginnendem Frontregen zu rechnen.

Cirrocumulus zusammen mit Cirrus spissatus: könnte eine Aufzugbewölkung anzeigen

Cirrocumulus zusammen mit Cirrus spissatus: könnte eine Aufzugbewölkung anzeigen

(Quelle: Vitaium - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=111985870)



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