das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen
Mönchspfeffer / Keuschlamm (Vitex agnus-castus)

Diese mediterrane Strauchart aus der Familie der Lippenblütler wird schon mindestens seit der Antike als Anaphrosisiakum eingesetzt. In der modernen Pflanzenheilkunde werden die Früchte zur Behandlung des Prämenstruellen Syndrom eingesetzt. Als wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoffe gelten Diterpene, Flavonoide Triglyceride, Öl- und Linolsäure sowie Ätherische Öle. Dabei soll die Bildung gewisser Hormone gefördert werden, wobei der mögliche Wirkmechanismus bisher nicht geklärt ist. Die Anwendung muss dabei längerfristig und für mindestens 3 Monate erfolgen, bevor ein Effekt beobachtet wird. Die Einnahme als Tee ist nicht gebräuchlich, vielmehr erfolgt diese über Fertigpräparate, bei der die Tagesdosis mindestens 240mg der Droge betragen muss (Angaben auf der Packungsbeilage beachten!). Die Anwendung beim prämenstruellem Syndrom einschließlich Spannungsgefühl und Schmerzen in den Brüsten wird von ESCOP anerkannt. HMPC stuft die Mönchspfefferfrüchte in Form von Trockenextrakten (DEV 6-12:1, Auszugsmittel Ethanol 60 %) zur Anwendung bei prämenstruellem Syndrom als well-established use“ und damit «medizinisch anerkannt“ ein.
Keine Anwendung bei Schangerschaft und Stillzeit ! Keine Einnahme bei gleichzeitigem Gebrauch von Medikamenten, welche auf die Dopaminrezeptoren wirken! zum Disclaimer über Heilpflanzen-Angaben

zum Autor: Hallo, ich bin David und ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Wildpflanzen. Ich betrachte und behandle das ganze Thema Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen rational, evidenzbasiert und mit einer gesunden Portion Realismus
Ich bin leidenschaftlich gerne in der Natur unterwegs, egal ob zum Spazieren, Wandern, Biwaktouren oder Trailrunning.
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