das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen
Oxymel
Bei einem Oxymel (auch «Sauerhonig» genannt) werden Wildkräuter in einer Mischung aus Essig-Honig-Mischung ausgezogen. Der Auszug wird dann für Getränke, Saucen, usw. weiterverwendet.
Oxymel kann ähnlich wie Sirup mit Wasser (oder Sprudelwasser) verdünnt werden und schon hat man eine erfrischende wilde Limonade. Es kann aber auch in bereits bestehende Fruchtsäfte hineingemischt werden. Indem Oxymel mit Olivenöl vermischt wird, kriegt man eine süssliche Salatsacue. Oxymel kann generell überall bei Rezepten eingesetzt werden, wo ein süss-saurer Geschmack erwünscht ist (z.B. Bei Chutney als Alternative zu Zucker und Essig). Besonders als Zutat für Saucen ist Oxymel sehr beliebt.
nutzbare Wildpflanzenteile (alles was einen aromatisch bis würzigen Geschmack hat oder irgendwie angenehm duftet)
Blätter, Stängel Wurzeln, Rhizome, Zwiebeln, Blüten und «Samen»
geschmacksvolle «Beeren»
Zutaten
Essig (z.B. Apfelessig, Balsamico, Weinessig,…), z.B. 100g
Honig (im Verhältnis Honig zu Essig von ca. 3:1), z.B. 300g
Wildkräuter, Wildfrüchte, (so viel, dass diese zerkleinert ca. 1/3 des Gefässes füllen)
· bei Bedarf pro 500g Zubereitung ¼ TL Salz
Zubereitung
Pflanzenteile zerkleinern
Essig ins Gefäss füllen
Honig hinzufügen und das Ganze gut vermischen
den Auszug an einem vor Licht geschützten Ort 3-4 Wochen ausziehen lassen, zwischendurch schütteln (am besten täglich)
Kräuter abseihen
Oxymel (Oxy = sauer, Mel=Honig) wurde bereits im antiken Griechenland verwendet und dabei wurde ihm grosse Heilkräfte zugeschrieben. Verschrieben wurde er u.a. bei Erkältungen, Fieber, Atemwegserkrankungen, stressigen Lebensphasen und generell um die «Körpersäfte ins Gleichgewicht zu bringen» Im früheren vorherrschenden Medizinkonzept der 4-Säfte-Lehre galt der Essig und kalt-trocken (fiebersenkend, beruhigend, ausleitend) und der Honig als warm-feucht (stärkend, anregend, «Stärkung der Säfte»). Auch wenn viele Heilsversprechen von Oxymel völlig überzogen sind, kann man für ein heilsames Rezept auch Pflanzen mit arzneilichen Wirkstoffen verwenden (z.B. Thymiankraut oder Schlüsselblumen-Wurzeln bei produktivem Husten). Zu beachten ist, dass beim Oxymel v.a. wasserlösliche Wirkstoffe herausgelöst werden, d.h. diese Zubereitung für fettlösliche Wirkstoffe (z.B. Senföle oder Galaktolipide bei der Hagebutte) eher weniger geeignet ist. Auch die Grundzutaten Honig und Apfelessig sind gesundheitlich interessant. So wird beim Honig eine mögliche Wirkung bei Husten diskutiert (die Studienlage dazu sind jedoch nicht eindeutig) und auch beim Apfelessig gibt es in Studien Hinweise auf ein möglicherweise verstärktes Sättigungsgefühl, resp. eine leichte positive Beeinflussung auf den Blutzuckerspiegel bei Personen mit Typ-2-Diabetes zeigen.
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