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das erdflow-Phytikon - die Enzyklopädie für Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen

Hecken-Kälberkropf (Chaerophyllum temulum)


Familie: Doldenblütler (Apiaceae), Gattung: Schierling (Conium)


Achtung: Giftpflanze !


Lebenszyklus: treibt als Grundrosette aus; später erscheinen dann die Stängel (mit wechselständigen Blättern) und endständigen Blütenständen


Blätter: schmal-dreieckig; mehrfach fiederlanzettlich; bei der Fiederung 1. Ordn. eine grosse Lücke zwischen den unteren zwei Abschnitten und dem Rest des Blattes; Blattflächen behaart; OS trübgrün,


Stängel: 0.3 bis 1m hoch; rötlich /violett gefleckt, unterhalb der Knotenpunkte (Blattansätze) deutlich verdickt; v.a. unten borstig behaart


Blüten: in endständigen Doppeldolden angeordnet; ohne (oder bis 2) Hüllblätter; pro Doppeldolde 6-12 Döldchen; 4-8 lanzettliche, bewimperte Hüllblättchen; Mai bis Juli


Frucht: länglich; bis 7mm lang und ohne (gerippten) Schnabel; Griffel nicht länger als Diskus



Der Hecken-Kälberkropf kommt an ähnlichen (ruderal geprägten, nährstoffreichen, feuchten) Standorten wie der Wiesen-Kerbel vor. Allerdings beschränkt sich sein Vorkommen auf die tiefen, warmen Lagen und Wiesen werden eher gemieden (d.h. Vorkommen auf halbschattige Standorte, wie z.B. Wald-Wegränder, beschränkt). Ideale Bedingungen findet die Art ausserdem am Rand von Hecken in urbanen Parkanlagen, wo durch Tritt immer wieder Lücken im Krautsaum entstehen, welche die Art als rasch wachsende und kurzlebige (ein- bis zweijährige) Pionierart bevorzugt besiedelt. Der Name der Art kommt von den deutlich verdickten Stängelabschnitten unter den Knoten (wo die Blätter abzweigen), die an einen «Kropf im Hals» erinnern.


Die Art gilt als leicht giftig, was sich vor allem auf Beobachtungen an Tieren bezieht, bei denen nach dem Verzehr Symptome wie Taumeln, Benommenheit oder Lähmungen beobachtet wurden (lat. «temulum» > benommen, berauscht). Eine eindeutige Giftwirkung ist bei Menschen nicht klar dokumentiert, bzw. bei den entsprechenden Berichten könnte auch eine Verwechslung mit dem Gefleckten Schierling vorliegen. Früher hat man als giftiger Inhaltstoff ein mögliches Alkaloid namens «Chaerophyllin» vermutet, dessen Vorhandensein jedoch in modernen Analysen nicht bestätigt werden konnte. Heuzutage wird das Falcarinol für die Giftwirkung der Art verantwortlich gemacht.

zum Autor: Hallo, ich bin David und ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Wildpflanzen. Ich betrachte und behandle das ganze Thema Essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen rational, evidenzbasiert und mit einer gesunden Portion Realismus

Ich bin leidenschaftlich gerne in der Natur unterwegs, egal ob zum Spazieren, Wandern, Biwaktouren oder Trailrunning.

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